Wusstest Du schon? Kurze faktenbasierte Informationen über die Philippinen
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Die Philippinen bestehen offiziell aus 7.641 Inseln. Diese Zahl wurde erst nach einer neuen amtlichen Vermessung in den Jahren 2016 und 2017 bestätigt. Zuvor ging man jahrzehntelang von 7.107 Inseln aus – moderne Satelliten- und Kartierungstechnik brachte jedoch über 500 weitere Inseln ans Licht.
Bis 2016 galt die Zahl 7.107 Inseln als offiziell. Erst durch eine neue Vermessung wurden zahlreiche kleine Inseln erfasst, sodass die Gesamtzahl auf 7.641 anstieg. Das zeigt, dass selbst heute noch nicht jeder Winkel dieses riesigen Archipels vollständig dokumentiert war.
Von den 7.641 Inseln sind nur etwa 2.000 dauerhaft bewohnt. Rund 5.000 Inseln tragen bis heute keinen offiziellen Namen und viele sind so klein, dass sie nur bei Ebbe vollständig aus dem Meer ragen. Ein großer Teil der philippinischen Inselwelt ist deshalb nahezu unberührt.
Die Philippinen sind nach Indonesien der zweitgrößte Inselstaat der Welt. Zum Vergleich: Der Archipel umfasst sogar mehr Inseln als Griechenland, das oft als klassisches Inselparadies gilt. Entsprechend unterschiedlich sind Natur, Sprachen und Kulturen innerhalb des Landes.
Die Philippinen werden in drei große Inselgruppen unterteilt: Luzon im Norden, die Visayas in der Mitte und Mindanao im Süden. Diese Einteilung ist so grundlegend, dass sie sich sogar in der Nationalflagge wiederfindet – die drei Sterne stehen jeweils für eine dieser Inselgruppen.
Luzon ist mit rund 110.000 Quadratkilometern die größte Insel der Philippinen. Sie ist damit fast so groß wie Bulgarien und mehr als doppelt so groß wie die Schweiz. Hier leben außerdem fast die Hälfte aller Filipinos.
Mit 2.954 Metern ist der Mount Apo der höchste Berg der Philippinen. Er ist nur acht Meter niedriger als die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg. Trotz seines vulkanischen Ursprungs gilt er derzeit nicht als aktiver Vulkan.
Der Cagayan River ist mit rund 505 Kilometern der längste Fluss der Philippinen. Seine Länge entspricht ungefähr der Strecke zwischen Hamburg und Frankfurt am Main. Seit Jahrhunderten versorgt er den fruchtbaren Norden Luzons mit Wasser und macht ihn zu einer der wichtigsten Agrarregionen des Landes.
Die Laguna de Bay ist mit rund 900 Quadratkilometern der größte See der Philippinen. Zum Vergleich: Sie ist etwa eineinhalbmal so groß wie der Bodensee. Millionen Menschen sind direkt oder indirekt auf den See als Wasser- und Fischquelle angewiesen.
Der Puerto-Princesa Underground River gehört zum UNESCO-Welterbe und zählt zu den längsten schiffbaren Untergrundflüssen der Welt. Besucher können mehrere Kilometer mit einem Boot durch ein natürliches Höhlensystem fahren – ein Erlebnis, das weltweit nur an wenigen Orten möglich ist.
Die Reisterrassen der philippinischen Kordilleren gehören seit 1995 zum UNESCO-Welterbe. Sie wurden vor rund 2.000 Jahren von den Ifugao nahezu vollständig von Hand in die Berghänge gebaut. Ohne moderne Maschinen entstand so eines der größten landwirtschaftlichen Bauwerke der Welt.
Die Chocolate Hills auf Bohol bestehen aus mindestens 1.260 nahezu gleichmäßig geformten Hügeln. Während der Trockenzeit verfärbt sich das Gras braun, wodurch die Landschaft an riesige Schokoladenkugeln erinnert. Wie diese außergewöhnliche Formation genau entstanden ist, wird bis heute erforscht.
Der Taal-Vulkan gehört zu den ungewöhnlichsten Vulkanen der Erde. Er liegt auf einer Insel in einem See – und in seinem Krater befindet sich wiederum ein weiterer See mit einer kleinen Insel. Solche verschachtelten Landschaften gibt es weltweit nur äußerst selten.
Der Mayon-Vulkan gilt wegen seiner nahezu perfekten Kegelform als einer der schönsten Vulkane der Welt. Seine fast symmetrische Silhouette macht ihn zu einem der meistfotografierten Wahrzeichen der Philippinen. Gleichzeitig zählt er zu den aktivsten Vulkanen des Landes.
Der Ausbruch des Mount Pinatubo im Jahr 1991 war der zweitgrößte Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts. Die Eruptionswolke erreichte Höhen von über 30 Kilometern und kühlte das Weltklima für mehrere Jahre leicht ab. Selbst Sonnenuntergänge waren weltweit außergewöhnlich intensiv gefärbt.
Auf den Philippinen gibt es 24 aktive Vulkane. Das ist einer der Gründe, warum das Land zu den vulkanisch aktivsten Regionen der Erde zählt. Viele der fruchtbaren Böden verdanken ihre Nährstoffe genau dieser vulkanischen Vergangenheit.
Die Philippinen liegen auf dem Pazifischen Feuerring – einer Zone, in der rund 75 Prozent aller aktiven Vulkane der Erde liegen. Deshalb gehören Erdbeben und Vulkanausbrüche dort zum natürlichen Alltag. Die Behörden zählen jedes Jahr Tausende seismische Ereignisse, von denen die meisten allerdings kaum spürbar sind.
Mit rund 36.000 Kilometern Küstenlinie gehören die Philippinen zu den Ländern mit den längsten Küsten der Welt. Zum Vergleich: Das entspricht fast dem Umfang der Erde am Äquator. Kein Ort des Landes liegt besonders weit vom Meer entfernt.
Die Philippinen liegen mitten im sogenannten Korallendreieck – dem artenreichsten Meeresgebiet der Erde. Nirgendwo sonst leben so viele verschiedene Korallen-, Fisch- und Meeresarten auf engem Raum. Deshalb gelten die Gewässer als eines der bedeutendsten Tauchreviere weltweit.
Die Tubbataha-Riffe gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe und sind nur wenige Monate im Jahr mit dem Boot erreichbar. Das abgelegene Riffsystem steht vollständig unter Schutz und zählt zu den artenreichsten Korallenriffen der Welt. Viele seltene Hai-, Schildkröten- und Rochenarten finden hier einen wichtigen Lebensraum.
Der Philippinenadler gehört zu den größten und seltensten Adlern der Welt. Mit einer Flügelspannweite von bis zu zwei Metern jagt er vor allem Affen, Flughunde und andere größere Tiere. Weil sein Lebensraum durch die Abholzung der Regenwälder immer kleiner wird, leben heute nur noch wenige hundert Brutpaare in freier Wildbahn.
Der Koboldmaki, auf Englisch Tarsier, wiegt gerade einmal rund 120 Gramm und zählt damit zu den kleinsten Primaten der Erde. Seine Augen sind so groß, dass jedes einzelne schwerer ist als sein Gehirn. Da sich die Augen nicht bewegen können, dreht der Koboldmaki seinen Kopf fast 180 Grad in jede Richtung.
Mit 42,2 °C wurde die höchste jemals auf den Philippinen gemessene Temperatur in Tuguegarao erreicht. Das entspricht etwa den Höchstwerten, die man sonst eher aus der Sahara oder dem Death Valley kennt. Solche Temperaturen bleiben auf den Inseln jedoch die Ausnahme.
Die niedrigste jemals gemessene Temperatur der Philippinen lag bei nur 6,3 °C in Baguio. Für ein tropisches Land ist das erstaunlich kühl. Möglich wird das durch die Höhenlage der Stadt von rund 1.500 Metern über dem Meeresspiegel.
Im Durchschnitt ziehen jedes Jahr etwa 20 tropische Wirbelstürme über die Philippinen. Damit gehört das Land zu den am häufigsten von Taifunen betroffenen Regionen der Welt. Viele dieser Stürme entstehen über dem Pazifik und treffen zuerst auf den philippinischen Archipel.
Supertaifun Haiyan, auf den Philippinen Yolanda genannt, war 2013 einer der stärksten jemals an Land registrierten Wirbelstürme. Ganze Küstenorte wurden durch meterhohe Sturmfluten zerstört. Die Katastrophe führte weltweit zu einer der größten internationalen Hilfsaktionen der damaligen Zeit.
Das Moro-Golf-Erdbeben von 1976 gilt als die schwerste Erdbebenkatastrophe der philippinischen Geschichte. Das Seebeben löste einen Tsunami aus, der zahlreiche Küstenorte traf und Tausende Menschenleben forderte. Das Ereignis führte später zum Ausbau der philippinischen Tsunami-Frühwarnsysteme.
Palawan ist die flächengrößte Provinz der Philippinen. Sie erstreckt sich über mehr als 400 Kilometer Länge und besteht aus Hunderten Inseln. Wegen ihrer außergewöhnlichen Natur wird Palawan regelmäßig zu den schönsten Inselregionen der Welt gezählt.
Batanes ist die kleinste Provinz der Philippinen und besteht aus nur wenigen bewohnten Inseln im äußersten Norden des Landes. Die Inselgruppe liegt näher an Taiwan als an Manila. Bekannt ist sie vor allem für ihre steinernen Häuser, die selbst starken Taifunen standhalten.
Davao City zählt flächenmäßig zu den größten Städten der Welt. Mit rund 2.444 Quadratkilometern ist das Stadtgebiet mehr als dreimal so groß wie Hamburg. Große Teile der Fläche bestehen allerdings aus Bergen, Wäldern und landwirtschaftlich genutztem Land.
Das Apo Reef vor Mindoro gilt als das zweitgrößte zusammenhängende Korallenriff der Welt. Es erstreckt sich über rund 34 Quadratkilometer und beherbergt Hunderte Korallen- und Fischarten. Wegen seiner Abgeschiedenheit ist das Riff bis heute vergleichsweise gut erhalten.
Die Philippinische Senke erreicht mit der Galathea-Tiefe rund 10.540 Meter. Würde man den Mount Everest hineinstellen, läge sein Gipfel immer noch mehr als 1.600 Meter unter der Meeresoberfläche. Damit gehört sie zu den tiefsten Stellen der Weltmeere.
Die Philippine Rise ist ein riesiges Unterwasserplateau östlich von Luzon. Mit rund 13 Millionen Hektar ist es etwa so groß wie Griechenland. Das Gebiet gilt als besonders fischreich und könnte zudem wertvolle Rohstoffe beherbergen.
Die Sierra Madre ist mit über 500 Kilometern die längste Gebirgskette der Philippinen. Sie bildet gleichzeitig einen natürlichen Schutzwall gegen viele Taifune, die vom Pazifik auf Luzon treffen. Ohne dieses Gebirge wären die Schäden durch tropische Wirbelstürme oft deutlich größer.
Die berühmte 'Perle des Lao Tzu' wurde 1934 vor Palawan gefunden und wog rund 6,4 Kilogramm. Sie gilt bis heute als eine der größten natürlich entstandenen Perlen der Welt. Zum Vergleich: Gewöhnliche Schmuckperlen wiegen meist nur wenige Gramm.
Mit über 40.000 Einwohnern pro Quadratkilometer gehört Manila zu den am dichtesten besiedelten Städten der Welt. Das ist mehr als viermal so dicht wie Paris und ein Vielfaches deutscher Großstädte. Trotz der enormen Enge leben viele Menschen dort auf engstem Raum.
Die Philippinen zählen zu den nur 17 sogenannten megadiversen Ländern der Erde. Ein großer Teil der Tier- und Pflanzenarten kommt ausschließlich dort vor. Damit spielt das Land für den weltweiten Artenschutz eine ähnlich wichtige Rolle wie Brasilien oder Madagaskar.
Der Netzpython, die längste Schlange der Welt, kommt auch auf den Philippinen vor. Einzelne Tiere können Längen von bis zu neun Metern erreichen – das entspricht ungefähr einem dreistöckigen Haus. Trotz ihrer Größe sind Netzpythons ungiftig und töten ihre Beute durch Umschlingen.
Auch die Königskobra lebt auf den Philippinen. Sie ist mit bis zu fünfeinhalb Metern die längste Giftschlange der Welt und kann ihren Oberkörper weit vom Boden anheben. Trotz ihres furchteinflößenden Rufs meidet sie Menschen normalerweise.
In den philippinischen Regenwäldern leben mehr als 500 Vogelarten. Über ein Drittel davon kommt ausschließlich auf den Philippinen vor. Damit gehört das Land zu den wichtigsten Hotspots für Vogelbeobachter weltweit.
Mehr als 100 Säugetierarten der Philippinen sind endemisch, kommen also nirgendwo sonst auf der Erde vor. Dazu gehören unter anderem seltene Flughunde, Hirsche und Nagetiere. Jede abgelegene Insel brachte im Laufe der Evolution ihre ganz eigenen Tierarten hervor.
Sieben der weltweit acht bekannten Riesenmuschelarten leben in philippinischen Gewässern. Manche Exemplare erreichen einen Durchmesser von über einem Meter und wiegen mehrere hundert Kilogramm. Damit gehören sie zu den größten Muscheln der Erde.
In den vergangenen Jahrzehnten wurden auf den Philippinen immer wieder bislang unbekannte Tierarten entdeckt. Wissenschaftler finden dort regelmäßig neue Frösche, Reptilien, Pflanzen oder Säugetiere. Das zeigt, wie wenig manche Regionen des Archipels bis heute erforscht sind.
Mitten im Kratersee des Taal-Vulkans liegt die kleine Insel Vulcan Point. Sie bildet eine Insel in einem See, der sich auf einer Insel in einem See auf einer Insel befindet. Dieses geografische Kuriosum ist weltweit nahezu einzigartig.
Auf den Philippinen werden täglich rund 20 Erdbeben registriert. Die meisten sind so schwach, dass sie von der Bevölkerung gar nicht bemerkt werden. Verantwortlich dafür ist die Lage des Landes auf dem Pazifischen Feuerring.
Der Taal gehört zu den weltweit nur 16 sogenannten 'Decade Volcanoes'. Diese Vulkane werden von Wissenschaftlern besonders intensiv überwacht, weil sie als gefährlich gelten und in dicht besiedelten Regionen liegen.
Obwohl die Philippinen aus 7.641 Inseln bestehen, lebt der Großteil der Bevölkerung auf nur elf davon. Tausende kleinere Inseln sind unbewohnt oder nur dünn besiedelt. Das erklärt, warum viele Regionen bis heute nur per Boot erreichbar sind.
Vor der Küste von Moalboal auf Cebu zieht täglich ein riesiger Sardinenschwarm vorbei. Millionen Fische bewegen sich dabei wie ein einziger lebender Organismus und verändern ständig ihre Form. Dieses Naturschauspiel lässt sich oft direkt vom Strand aus beobachten.
2016 wurde auf Palawan eine 34 Kilogramm schwere Riesenperle vorgestellt. Der Fischer, der sie gefunden hatte, bewahrte sie zehn Jahre lang unter seinem Bett auf – als Glücksbringer, ohne ihren möglichen Wert zu kennen. Erst später wurde ihre außergewöhnliche Bedeutung erkannt.
Puerto Princesa gilt als sauberste und grünste Großstadt der Philippinen. Die Stadt setzt seit vielen Jahren auf strenge Umweltauflagen und nachhaltigen Tourismus. Dadurch unterscheidet sie sich deutlich von vielen anderen schnell wachsenden Städten Südostasiens.
Die Philippinen verfügen über gewaltige Vorkommen an Gold, Kupfer, Nickel und weiteren Bodenschätzen. Ihr geschätzter Gesamtwert liegt bei rund einer Billion US-Dollar, doch bislang wurde nur ein kleiner Teil davon erschlossen. Gleichzeitig zählt der Bergbau zu den umstrittensten Wirtschaftszweigen des Landes.
Die Sampaguita ist seit 1934 die Nationalblume der Philippinen. Ihre kleinen weißen Blüten verströmen einen intensiven Duft und werden häufig zu Girlanden verarbeitet. Der Nationalbaum Narra liefert dagegen eines der wertvollsten Harthölzer Südostasiens.
Die Zambales-Mango zählt zu den süßesten Mangosorten der Welt. Philippinische Mangos wurden sogar schon im Weißen Haus und im Buckingham Palace serviert. Viele Feinschmecker halten sie für aromatischer als die meisten anderen Mangosorten.
Vigan gilt als die am besten erhaltene spanische Kolonialstadt Asiens. Kopfsteinpflaster, Pferdekutschen und jahrhundertealte Herrenhäuser vermitteln noch heute einen Eindruck davon, wie viele Städte während der spanischen Kolonialzeit aussahen.
Gleich vier Barockkirchen der Philippinen gehören gemeinsam zum UNESCO-Welterbe. Sie wurden so gebaut, dass sie selbst starke Erdbeben möglichst gut überstehen konnten. Deshalb entwickelte sich mit der Zeit ein eigener architektonischer Stil, der als 'Erdbebenbarock' bekannt wurde.
Die Philippinen besitzen insgesamt sechs UNESCO-Welterbestätten – je drei Kultur- und Naturerbestätten. Damit zählt das Land trotz seiner vergleichsweise kleinen Fläche zu den kultur- und naturgeschichtlich bedeutendsten Staaten Südostasiens.
Der Mount-Hamiguitan-Nationalpark ist vor allem für seinen sogenannten Bonsai-Wald bekannt. Auf nährstoffarmen Böden wachsen dort jahrhundertealte Bäume, die oft kaum höher als einen Meter werden. Ein solcher natürlicher Zwergwald ist weltweit äußerst selten.
Die kleine Insel Camiguin besitzt sieben Vulkane – aber nur fünf Gemeinden. Deshalb sagen Einheimische scherzhaft, die Insel habe mehr Vulkane als Städte. Auf nur rund 240 Quadratkilometern findet sich eine außergewöhnlich hohe Vulkan-Dichte.
Siargao gilt als Surfhauptstadt der Philippinen. Die berühmte Welle 'Cloud 9' zieht seit den 1980er-Jahren Surfer aus aller Welt an und machte die Insel international bekannt. Heute finden dort regelmäßig internationale Wettkämpfe statt.
Der Nationalpark 'Hundred Islands' trägt einen etwas irreführenden Namen. Tatsächlich umfasst er heute 124 Inseln und Inselchen. Gezählt wurde ursprünglich nur ein Teil der Felseninseln.
Mit 2.928 Metern ist der Mount Pulag der dritthöchste Berg der Philippinen. Berühmt wurde er durch sein spektakuläres 'Meer aus Wolken', das sich an klaren Morgen oft unterhalb des Gipfels bildet. Dieses Naturschauspiel lockt jedes Jahr Tausende Wanderer an.
Die Verde-Island-Passage wird von Meeresbiologen als 'Zentrum des Zentrums der marinen Artenvielfalt' bezeichnet. Nirgendwo sonst wurden auf so engem Raum mehr verschiedene Meeresarten nachgewiesen. Für Taucher gehört das Gebiet deshalb zu den bedeutendsten Revieren der Welt.
Vor Donsol können zwischen November und Juni Walhaie beobachtet werden. Mit bis zu 18 Metern Länge ist der Walhai der größte Fisch der Erde. Trotz seiner Größe ernährt er sich fast ausschließlich von Plankton.
Vor Malapascua leben Fuchshaie, die durch ihre extrem langen Schwanzflossen auffallen. Weltweit gibt es nur wenige Orte, an denen Taucher diese scheuen Tiere regelmäßig in freier Wildbahn beobachten können. Deshalb besitzt die Insel unter Tauchern Kultstatus.
Der Lanao-See ist der zweitgrößte See der Philippinen. Er liegt rund 700 Meter über dem Meeresspiegel und gehört damit zu den höchstgelegenen großen Seen Südostasiens. Für Mindanao ist er eine wichtige Wasser- und Energiequelle.
Der Rio Grande de Mindanao ist nach dem Cagayan River der zweitlängste Fluss des Landes. Über Jahrhunderte diente er als wichtigste Verkehrs- und Handelsroute im Süden der Philippinen. Viele Siedlungen entstanden entlang seines Ufers.
Der Kanlaon ist der aktivste Vulkan der Visayas. Seit Beginn der Aufzeichnungen kam es dort immer wieder zu Ausbrüchen, weshalb das Gebiet ständig überwacht wird. Gleichzeitig zählt der Vulkan zu den beliebtesten Wanderzielen der Region.
Die Cebu-Cordova Link Expressway ist seit 2022 mit 8,9 Kilometern die längste Brücke der Philippinen. Sie ersetzte damit die San-Juanico-Brücke an der Spitze der Rekordhalter. Das Bauwerk verbindet Cebu City direkt mit der Insel Mactan.
Die geplante Bataan-Cavite-Brücke soll einmal rund 32 Kilometer lang werden. Damit wäre sie die längste Seebrücke Südostasiens und fast viermal so lang wie die heutige Rekordhalterin der Philippinen. Die Fahrzeit rund um die Manilabucht würde sich dadurch deutlich verkürzen.
2018 wurde Boracay für ein halbes Jahr komplett für Touristen geschlossen. Grund waren massive Umweltprobleme durch unkontrollierten Tourismus. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen gelten heute deutlich strengere Umweltauflagen für Besucher und Hotels.
Romblon wird oft als Marmorhauptstadt der Philippinen bezeichnet. Der dort gewonnene Marmor gilt als besonders hochwertig und wird mit italienischem Carrara-Marmor verglichen. Viele Skulpturen und Gebäude im Land bestehen aus Romblon-Marmor.
Die Subic Bay Naval Base war jahrzehntelang der größte US-Marinestützpunkt außerhalb der Vereinigten Staaten. Nach dem Abzug der US-Streitkräfte entwickelte sich das Gelände zu einer erfolgreichen Sonderwirtschaftszone. Heute arbeiten dort Tausende Menschen in Industrie und Logistik.
Auch die Clark Air Base gehörte einst zu den größten amerikanischen Luftwaffenstützpunkten außerhalb der USA. Nach dem Ausbruch des Pinatubo im Jahr 1991 wurde die Basis aufgegeben. Heute befinden sich dort ein internationaler Flughafen und ein modernes Wirtschaftszentrum.
2016 entschieden internationale Schiedsrichter in Den Haag zugunsten der Philippinen im Streit um Gebietsansprüche in der Westphilippinischen See. Das Urteil gilt als Meilenstein des internationalen Seerechts. China erkennt die Entscheidung allerdings bis heute nicht an.
Apo Island gilt als Vorbild für modernen Meeresschutz. Bereits Anfang der 1980er-Jahre richteten die Bewohner gemeinsam mit Wissenschaftlern eines der ersten gemeindebasierten Meeresschutzgebiete der Welt ein. Das Konzept wurde später in vielen anderen Ländern übernommen.
Siquijor trägt den Beinamen 'Insel des Feuers'. Früher leuchteten nachts Millionen Glühwürmchen in den Wäldern, sodass Seefahrer die Insel schon von weitem erkennen konnten. Heute ist Siquijor außerdem für seine Heiler und alten Volkslegenden bekannt.
Die Bewohner der Batanes-Inseln bauen ihre traditionellen Häuser aus dicken Steinmauern und Kalk. So halten sie selbst Taifunen mit Windgeschwindigkeiten von weit über 200 km/h stand. Diese Bauweise wird seit Jahrhunderten nahezu unverändert genutzt.
Vor der Küste von Coron liegen mehrere japanische Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Meeresgrund. Sie wurden 1944 bei einem amerikanischen Luftangriff versenkt. Heute zählen die Wracks zu den bekanntesten Wracktauchplätzen der Welt.
Baguio wird wegen seines angenehm kühlen Klimas auch 'Sommerhauptstadt der Philippinen' genannt. Während es in Manila oft über 30 Grad heiß wird, liegen die Temperaturen dort häufig zehn Grad niedriger. Deshalb verbrachten schon die amerikanischen Gouverneure die heißen Monate in Baguio.
2014 wurde Vigan zu einer der 'New7Wonders Cities' gewählt. Die historische Altstadt setzte sich dabei gegen zahlreiche berühmte Städte aus aller Welt durch. Für die Philippinen war dies eine bedeutende internationale Auszeichnung.
Der Puerto-Princesa Underground River gehört nicht nur zum UNESCO-Welterbe, sondern wurde 2012 auch zu einem der 'New7Wonders of Nature' gewählt. Damit zählt er zu den bekanntesten Naturattraktionen der Erde. Jährlich besuchen Hunderttausende Menschen das Höhlensystem.
Palawan wurde mehrfach von internationalen Reisemagazinen zur schönsten Insel der Welt gewählt. Vor allem die Kalksteinfelsen, türkisfarbenen Lagunen und artenreichen Korallenriffe sorgen regelmäßig für Spitzenplätze in weltweiten Rankings.
Der neue 1.000-Peso-Schein zeigt ausschließlich Naturmotive. Abgebildet sind unter anderem der Philippinenadler, die Südseeperle und das Tubbataha-Riff. Damit rückte erstmals die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt stärker in den Mittelpunkt als historische Persönlichkeiten.
2024 führte die philippinische Zentralbank erstmals eine komplette Serie von Polymer-Banknoten ein. Das Kunststoffmaterial ist deutlich haltbarer als Papier und besser gegen Schmutz und Feuchtigkeit geschützt. Australien setzte bereits Jahrzehnte zuvor erfolgreich auf diese Technik.
Der Hinatuan Enchanted River beeindruckt durch sein intensiv türkisblaues Wasser. Lange glaubten Einheimische, der Fluss sei bodenlos, weil seine Quelle unbekannt war. Erst moderne Tauchgänge konnten Teile des weit verzweigten Höhlensystems erkunden.