Wusstest Du schon? Kurze faktenbasierte Informationen über die Philippinen
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José Rizal war Arzt, Schriftsteller, Wissenschaftler und beherrschte mehr als zehn Sprachen. Neben seinen berühmten Romanen beschäftigte er sich auch mit Naturwissenschaften, Bildhauerei und Kunst. Kaum eine Persönlichkeit hat die philippinische Geschichte so stark geprägt wie er.
Andrés Bonifacio gründete den Geheimbund Katipunan und gilt als 'Vater der Revolution'. Ironischerweise wurde er nicht von den Spaniern, sondern von politischen Rivalen aus den eigenen Reihen hingerichtet. Bis heute gehört sein Schicksal zu den tragischsten Kapiteln der Landesgeschichte.
Gabriela Silang führte nach dem Tod ihres Mannes den Kampf gegen die spanische Kolonialmacht weiter. Damit wurde sie zur ersten weiblichen Revolutionsführerin der Philippinen. Heute tragen zahlreiche Straßen, Schulen und Organisationen ihren Namen.
Melchora 'Tandang Sora' Aquino unterstützte die Revolutionäre, obwohl sie bereits über 80 Jahre alt war. Sie versorgte Verwundete, versteckte Kämpfer und stellte Lebensmittel bereit. Deshalb wird sie bis heute als 'Mutter der Revolution' verehrt.
Emilio Aguinaldo wurde bereits mit 28 Jahren Präsident der Ersten Philippinischen Republik. Er erlebte später nicht nur die amerikanische Kolonialzeit und den Zweiten Weltkrieg, sondern starb erst 1964 im Alter von 94 Jahren. Kaum ein anderer Präsident war Zeuge so vieler entscheidender Epochen der philippinischen Geschichte.
Manuel Quezon gilt als 'Vater der philippinischen Nationalsprache'. Unter seiner Regierung wurde Tagalog als Grundlage für die spätere Nationalsprache Filipino ausgewählt. Ziel war es, die vielen Sprachgruppen des Landes stärker miteinander zu verbinden.
General Antonio Luna galt als einer der brillantesten Militärstrategen der philippinischen Revolution. Tragischerweise fiel er nicht im Kampf gegen die Amerikaner, sondern wurde 1899 von eigenen Soldaten ermordet. Seine Geschichte machte der Film 'Heneral Luna' einer neuen Generation bekannt.
José Abad Santos war Oberster Richter der Philippinen, als das Land von Japan besetzt wurde. Weil er sich weigerte, mit den Besatzern zusammenzuarbeiten, wurde er 1942 hingerichtet. Heute gilt er als Symbol für Integrität und Rechtsstaatlichkeit.
1986 wählte das TIME-Magazin Corazon Aquino zur 'Person des Jahres'. Sie stand stellvertretend für die weltweite Bedeutung der friedlichen People-Power-Revolution. Ihr Wahlsieg machte sie zu einer der bekanntesten Politikerinnen Asiens.
Maria Ressa erhielt 2021 als erste Filipina den Friedensnobelpreis. Ausgezeichnet wurde sie für ihren Einsatz für Pressefreiheit und unabhängigen Journalismus. Den Preis teilte sie sich mit dem russischen Journalisten Dmitri Muratow.
1969 gewann Gloria Diaz als erste Filipina den Titel Miss Universe. Ihr Sieg löste auf den Philippinen einen regelrechten Boom für internationale Schönheitswettbewerbe aus. Heute zählt das Land zu den erfolgreichsten Nationen dieser Wettbewerbe.
Megan Young gewann 2013 als erste Filipina den Titel Miss World. Nach ihrem Erfolg gehörten die Philippinen zu den wenigen Ländern, die sowohl Miss Universe als auch Miss World gewinnen konnten. Internationale Schönheitswettbewerbe genießen dort bis heute enorme Popularität.
Junrey Balawing war mit nur 59,93 Zentimetern offiziell der kleinste lebende Mann der Welt. Damit war er kleiner als viele einjährige Kinder. Sein Eintrag ins Guinness-Buch machte ihn weltweit bekannt.
Leo Oracion erreichte 2006 als erster Filipino den Gipfel des Mount Everest. Mit 8.849 Metern ist der Everest mehr als dreimal so hoch wie der Mount Apo, der höchste Berg der Philippinen. Sein Erfolg inspirierte viele weitere philippinische Bergsteiger.
Schachgroßmeister Eugene Torre schrieb 1974 Geschichte als erster Großmeister Asiens. Jahrzehnte später wurde er außerdem als erster Filipino in die World Chess Hall of Fame aufgenommen. Er gilt bis heute als Wegbereiter des asiatischen Spitzenschachs.
Manny Pacquiao gewann Weltmeistertitel in vier verschiedenen Jahrzehnten – von den 1990er- bis in die 2010er-Jahre. Zusammen mit seinen acht Gewichtsklassen ist das ein Rekord, den bislang kein anderer Boxer erreicht hat. Seine Karriere gilt deshalb als einzigartig in der Geschichte des Boxsports.
Nicole Scherzinger, die ehemalige Leadsängerin der Pussycat Dolls, hat philippinische Wurzeln. Ihr Vater stammt von den Philippinen. Auf ihren Besuchen im Land spricht sie regelmäßig über ihre Verbundenheit mit ihrer Familie und Herkunft.
Teresa Magbanua wird oft als 'Jeanne d'Arc der Visayas' bezeichnet. Sie führte Truppen sowohl im Kampf gegen Spanien als auch später gegen die Vereinigten Staaten. Damit gehört sie zu den bedeutendsten Frauen der philippinischen Revolutionsgeschichte.
Gregoria de Jesús war die Ehefrau von Andrés Bonifacio und eine Schlüsselfigur des Katipunan. Als die spanischen Behörden die Revolutionäre verfolgten, rettete sie wichtige Dokumente der Untergrundbewegung vor der Zerstörung. Viele historische Quellen wären ohne sie verloren gegangen.
Trinidad Tecson kämpfte in zwölf Schlachten der philippinischen Revolution. Wegen ihres außergewöhnlichen Mutes erhielt sie später den Beinamen 'Mutter von Biak-na-Bato'. Sie gehört zu den bekanntesten Heldinnen der Unabhängigkeitsbewegung.
Josefa Llanes Escoda gründete die Girl Scouts of the Philippines. Während der japanischen Besatzung unterstützte sie heimlich Widerstandskämpfer und wurde dafür verhaftet. 1945 starb sie in japanischer Gefangenschaft.
Paz Márquez-Benítez schrieb 1925 mit 'Dead Stars' die erste moderne Kurzgeschichte der Philippinen in englischer Sprache. Das Werk gilt bis heute als Meilenstein der englischsprachigen Literatur des Landes. Generationen von Schülern und Studenten lesen die Erzählung im Unterricht.
José W. Diokno war einer der bekanntesten Menschenrechtsanwälte der Philippinen. Während des Kriegsrechts wurde er ohne Gerichtsverfahren inhaftiert und setzte sich nach seiner Freilassung weiter für Bürgerrechte ein. Heute trägt eine der wichtigsten Menschenrechtsstiftungen des Landes seinen Namen.
Lorenzo Ruiz wurde 1987 als erster philippinischer Heiliger heiliggesprochen. Er starb bereits 1637 als Märtyrer in Japan, nachdem er seinem Glauben nicht abschwören wollte. Für viele katholische Filipinos ist er bis heute ein wichtiges Vorbild.
Pedro Calungsod wurde 2012 als zweiter philippinischer Heiliger heiliggesprochen. Der junge Katechist aus Cebu starb im 17. Jahrhundert während einer Mission auf Guam. Zum Zeitpunkt seines Todes war er vermutlich erst 17 Jahre alt.
Zum Weltjugendtag 1995 versammelten sich in Manila rund fünf Millionen Menschen mit Papst Johannes Paul II. Damals war dies die größte Menschenmenge, die jemals an einer Papstveranstaltung teilgenommen hatte. Erst 2015 wurde dieser Rekord durch die Messe von Papst Franziskus in Manila übertroffen.
Die Philippinen zählen zu den erfolgreichsten Nationen bei internationalen Schönheitswettbewerben. Das Land gewann bislang viermal die Miss Universe, sechsmal die Miss International, viermal die Miss Earth und einmal die Miss World. Gemessen an der Bevölkerungszahl gehört kaum ein Land weltweit zu den erfolgreicheren Beauty-Nationen.
Als Catriona Gray 2018 zur Miss Universe gewählt wurde, trug sie ein rotes Abendkleid, das vom perfekt geformten Mayon-Vulkan inspiriert war. Selbst die Farbe erinnerte an glühende Lava. Mit diesem Kleid wollte sie ihre Heimatregion Albay auf einer der größten Bühnen der Welt präsentieren.
Der Miss-Universe-Wettbewerb 2015 ging wegen einer der größten Pannen der Fernsehgeschichte um die Welt. Moderator Steve Harvey verkündete zunächst die falsche Siegerin, bevor wenige Minuten später Pia Wurtzbach aus den Philippinen zur tatsächlichen Gewinnerin erklärt wurde. Millionen Zuschauer verfolgten den historischen Moment live.
Eleanor Mariano schrieb in den USA gleich mehrfach Geschichte. Sie war die erste Filipino-Amerikanerin im Rang einer Konteradmiralin der US Navy und betreute als Ärztin mehrere amerikanische Präsidenten im Weißen Haus. Weltweit haben nur wenige Mediziner eine vergleichbare Laufbahn erreicht.