Wirtschaft: Landesweit

Schlechtes Wetter reduziert Arbeitsstunden auf den Philippinen

Extreme Wetterbedingungen führen auf den Philippinen zu einer Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit. Laut Daten der staatlichen Statistikbehörde Philippine Statistics Authority (PSA) sank die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 40,6 Stunden im Juli auf 39,2 Stunden im August 2026. Als wesentliche Ursachen für diesen Rückgang wurden wetterbedingte Störungen angeführt.

Consequences of natural disaster. Kayak boat floating on flooded streetbilanol
Symbolbild: Envato

Der Personalmanagement-Dienstleister AscentHR warnt vor den Folgen für die Arbeitnehmer, da die sinkenden Arbeitsstunden das Nettoeinkommen der Beschäftigten gefährden. Besonders betroffen sind Branchen mit hohem Arbeitskräftebedarf wie das verarbeitende Gewerbe, der Einzelhandel und die Logistik. Diese Sektoren sind anfällig für Betriebsunterbrechungen durch Unwetter.

Zusätzlich zu den Arbeitszeitverlusten meldete die PSA für August eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent. Die Unterbeschäftigung lag bei 11,9 Prozent, was etwa 5,9 Millionen Menschen entspricht, die nach zusätzlichen Arbeitsstunden oder Einkommensmöglichkeiten suchen.

Subramanyam Sreenivasaiah, Gründer und CEO von AscentHR, betonte, dass Unternehmen ihre Systeme für die Personalverwaltung und Lohnabrechnung stärken müssten. Um die Einhaltung von Arbeitsvorschriften und eine korrekte Vergütung trotz wetterbedingter Ausfälle zu gewährleisten, empfiehlt das Unternehmen den Einsatz automatisierter Zeiterfassung und flexibler Lohnabrechnungssysteme. Angesichts der saisonal bedingten Neueinstellungen gegen Ende des Jahres sollten Arbeitgeber ihre Infrastruktur und Notfallpläne prüfen.