Polizei in Western Visayas geht gegen illegales Glücksspiel bei Trauerfeiern vor
EditAm späten Abend des 10. Oktober fand in Leon, Iloilo, eine Razzia statt, bei der vier Personen festgenommen wurden, die mutmaßlich das traditionelle Münzwurfspiel „Cara y Cruz“, lokal als „Tumbo“ bekannt, spielten. Die Operation fand während der letzten Nacht einer Trauerfeier statt. Bei der Festnahme sicherte die Polizei einen Spieltisch, drei Münzen, eine Holzkiste mit Kreide sowie Bargeld in Höhe von 1.000 PHP und mutmaßliche Einsatzgelder von 740 PHP.
Laut Lieutenant Cosmeflor Marco Jr., Leiter der Polizeistation in Leon, konnten mehr als 20 Personen fliehen, als sie die Beamten bemerkten. Das Spiel verstößt gegen das Dekret des Präsidenten (Presidential Decree) 1602, welches Strafen für illegale Glücksspiele festlegt und Cara y Cruz explizit als unzulässiges Spiel bei Geldwetten aufführt. Die vier Verdächtigen wurden festgenommen und müssen mit Anklagen aufgrund dieses Dekrets rechnen.
Die PNP betont, dass illegales Glücksspiel auch während Trauerfeiern unter Strafe steht. Brigadegeneral Randulf Tuaño, Direktor des Polizeiregionalbüros 6 (PRO-6), hob hervor, dass die geltenden Richtlinien für alle Kommandanten verbindlich seien. Weder regionale noch provinzielle Führungskräfte hätten die Befugnis, bestehende Regeln zu ignorieren oder willkürlich zu entscheiden, wen sie verhaften oder verschonen.
Die rechtliche Handhabung solcher Fälle orientiert sich auch an einem Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Februar 2025. Darin wurde festgelegt, dass Beamte das Spiel direkt beobachten müssen und präzise Details über den Betrieb liefern müssen, um eine Verurteilung zu sichern. Berichten zufolge konzentrieren sich einige Polizeistationen verstärkt auf solche kleineren Glücksspielaktivitäten, da Kommandanten Rechenschaft über nicht dokumentierte illegale Aktivitäten in ihrem Zuständigkeitsbereich ablegen müssen.






Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!