Wirtschaft: Landesweit

MR.DIY-Chefin fordert neue Definition von Unternehmenserfolg

Roselle Marisol Belleza Andaya, die CEO von MR.DIY auf den Philippinen, hat Führungskräften dazu aufgerufen, den Erfolg eines Unternehmens neu zu bewerten. In ihrer Präsentation mit dem Titel „Reframing Leadership at MR.DIY“ stellte sie die Frage, ob die wichtigsten geschäftlichen Erkenntnisse nicht oft in den verborgenen Geschichten hinter den nackten Zahlen liegen. Andaya betonte, dass Wachstum, Verantwortlichkeit und Nachhaltigkeit nicht allein an Kennzahlen und Geschäftszahlen gemessen werden sollten. Stattdessen müssten Unternehmen die Geschichten der Menschen, die Chancen und die Gemeinschaften hinter den Ergebnissen in den Fokus rücken. Jede Entscheidung beginne mit einer Frage, so Andaya, und sie ermutigte die Anwesenden, über reine Wachstumsfiguren und Leistungsindikatoren hinauszublicken, um das wahre Potenzial der dahinterstehenden Menschen zu erkennen.

A handcuffed person at a table during a business interaction, emphasizing legal issues.
Quelle: MART PRODUCTION / Pexels

Die Entwicklung von MR.DIY Philippines verdeutlicht diesen Wandel: Das Unternehmen expandierte von einem einzigen Geschäft im Jahr 2018 auf über tausend Filialen landesweit innerhalb von nur acht Jahren. Andaya hob hervor, dass dieser Erfolg maßgeblich auf der Beteiligung der Mitarbeiter beruhe und die Geschichte des Einzelhändlers nicht nur eine der Expansion, sondern vor allem eine der Menschen sei, deren Beiträge den Erfolg geformt haben. Ein zentraler Aspekt sei dabei die Inklusivität, da nachhaltiges Wachstum mit der Einbeziehung aller beginne. Aktuell sind 3.098 Frauen in verschiedenen Positionen innerhalb der Organisation tätig und tragen durch ihre Führung, Innovation und operative Exzellenz zum Geschäftserfolg bei. Für Andaya sind diese Frauen weit mehr als eine bloße Statistik in der Belegschaft; sie sind Beweise dafür, wie Vertrauen, Befähigung und Chancen das Potenzial von Individuen freisetzen können.

Um die Bedeutung individueller Beiträge zu unterstreichen, nannte Andaya verschiedene Führungspersönlichkeiten des Unternehmens als Beispiele für eine Führungskultur, die Menschen befähigt, zu wachsen. Baby Agnes Puno, Area Manager für die Region Visayas, verdeutlichte, wie das Vertrauen in die Fähigkeiten von Menschen, unabhängig von reinen Qualifikationsnachweisen, neue Führungskräfte hervorbringen und Chancen für Gemeinschaften im ganzen Land eröffnen kann. Gemma Ong, Leiterin des Lagerbetriebs (Warehouse Operations), zeigte auf, wie betriebliche Zuverlässigkeit die Kundenversorgung sichert und gleichzeitig durch Initiativen zur Existenzsicherung und Nachhaltigkeit die Gemeinschaft unterstützt. Zudem betonte die Leiterin für Recht, Compliance und Nachhaltigkeit, Atty. Suzie Fernandez, die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen und ethischen Unternehmenskultur, um sicherzustellen, dass das Wachstum stets verantwortungsbewusst bleibt.

Nach Ansicht von Andaya umfasst Nachhaltigkeit weit mehr als nur ökologische Verpflichtungen. Sie müsse in allen Ebenen eines Unternehmens, von der strategischen Entscheidungsfindung über den operativen Betrieb bis hin zu Partnerschaften und Gemeinschaftsprogrammen, fest verankert sein. Als konkrete Maßnahmen verwies sie auf Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien in Zusammenarbeit mit ACEN RES, Bildungsangebote sowie Kampagnen für nachhaltigen Konsum. Andaya unterstrich zudem, dass Partnerschaften eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Wirkung von Maßnahmen zu beschleunigen. Sie schloss mit dem Appell, dass Unternehmen durch Kooperationen zeigen können, dass kommerzieller Erfolg und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern sich ergänzende Ziele, die gemeinsam verfolgt werden können, um die Zukunft kommender Generationen positiv zu gestalten.