Konferenz in Manila: Norwegen und Philippinen suchen Lösungen für Kreislaufwirtschaft
EditAm 22. Oktober fand in Manila die "Norway-Philippines Circular Economy Conference 2026" statt, bei der rund 180 Vertreter aus Regierung, Wirtschaft, Medien und Nachhaltigkeitsexpertise zusammenkamen, um praktische Ansätze für eine Kreislaufwirtschaft zu diskutieren. Die Philippinen und Norwegen suchen gemeinsam nach Wegen, die Herausforderungen bei der Abfallentsorgung des Inselstaates zu bewältigen.
Das Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es, Materialien dauerhaft im Umlauf zu halten und Abfall zu reduzieren. Der norwegische Botschafter Kristian Netland betonte dabei, dass Abfall nicht als das Ende eines Produktlebenszyklus, sondern als wertvolle Ressource betrachtet werden müsse. Er verwies auf norwegische Erfahrungen in Bereichen wie der Kunststoffrückgewinnung, dem Flaschen-zu-Flasche-Recycling und Systemen zur Materialzirkulation.
Auch der Minister für Umwelt und DENR, Juan Miguel T. Cuna, wies auf die massiven Abfallprobleme des Landes hin und forderte gemeinschaftliche Lösungsansätze. Die Konferenz behandelte Themen wie Deponiekapazitäten, die erweiterte Herstellerverantwortung sowie Strategien für das Ende der Lebensdauer von Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energien. Lösungen müssten sowohl ökologisch als auch ökonomisch tragfähig sein und den lokalen Bedingungen auf den Philippinen entsprechen, wie Netland unterstrich. Dies erfordere eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat, Unternehmen, Technologieanbietern und Verbrauchern.
Die Veranstaltung wurde von der Königlich Norwegischen Botschaft in Manila, dem DENR, Innovation Norway und dem Philippines Norway Business Council organisiert. An den Fachvorträgen beteiligten sich unter anderem norwegische Unternehmen wie ORKEL Holding AS, INFRAMAR, TOMRA, DNV und Hoppsann Technology AS. Seit 2023 arbeitet die norwegische Botschaft mit philippinischen Partnern zusammen, um den Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu unterstützen, wobei der Fokus auf der Bekämpfung der Plastikverschmutzung und der Stärkung von Systemen zur Abfallrückgewinnung liegt.






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