Cyberangriffe auf Millionen Filipinos: Experten fordern nationale Zusammenarbeit
EditIn den Philippinen sind im Jahr 2024 rund 24,28 Millionen Nutzer von Informations- und Kommunikationstechnologie-Geräten (IKT) von mindestens einem Cybersicherheitsvorfall betroffen. Dies geht aus Daten der staatlichen Statistikbehörde Philippine Statistics Authority (PSA) hervor. Besonders besorgniserregend ist dabei die geringe Melderate: Nur etwa 1,9 Prozent der Betroffenen erstatteten laut den vorliegenden Zahlen Anzeige bei den Behörden.
Luis Jacinto, Präsident der Information Security Officers Group (ISOG), mahnte im Rahmen einer Fachkonferenz unter dem Titel „A United Front: Securing the Nation Against Evolving Cyber Threats“ zu einer deutlich höheren Wachsamkeit. Um der digitalen Kriminalität entgegenzuwirken, müsse das Land seine Fähigkeiten im Bereich der Cybersicherheit massiv ausbauen. Jacinto betonte, dass eine engere Abstimmung zwischen politischen Entscheidungsträgern, Strafverfolgungsbehörden, Unternehmen und Cybersicherheitsanbietern notwendig sei, um ein einheitliches nationales Ökosystem zur Verteidigung aufzubauen.
Als treibende Kräfte für immer komplexere Bedrohungen identifizierte Jacinto insbesondere künstliche Intelligenz (KI) sowie neue Technologien. Unter Verweis auf den „Global Cybersecurity Outlook 2026“ des Weltwirtschaftsforums wies er darauf hin, dass KI die Cybersicherheit grundlegend transformiere. Zudem müsse man sich auf langfristige technologische Entwicklungen wie das Quantencomputing vorbereiten. Der Schutz der digitalen Infrastruktur des Landes sei eine gemeinsame Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Technologieanbietern.
Die ISOG nutzt die Initiative „I AM SECURE“, eine seit 2018 bestehende Plattform zur Sensibilisierung und Branchenbeteiligung, um diese Ziele zu verfolgen. Die Konferenz unter dem Motto „Soaring High: Future-Ready in the Age of Intelligent Threats“ brachte Vertreter des Department of Information and Communications Technology (DICT), des CICC sowie PNP zusammen. Ziel ist es, durch kontinuierliche Weiterbildung, Mentoring und Wissensaustausch Fachkräfte zu entwickeln und die Resilienz der Organisationen zu stärken.




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