Gesellschaft: Bataan, Metro Manila

Zivilgesellschaft fordert Stopp der Pläne für Kernenergie auf den Philippinen

Am 22. Oktober veröffentlichten verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen aus Metro Manila, Bataan, Pangasinan und Palawan eine Erklärung, BNPP äußerten. Sie warnten davor, dass die Entwicklung der Kernenergie die öffentliche Sicherheit gefährden, künftige Generationen mit radioaktiven Abfällen belasten und die Priorisierung erneuerbarer Energien untergraben könnte.

Woman enjoying the view of Taal volcano in the Philippines.
Symbolbild: Envato

Die Kritiker mahnen, dass die Regierung den Umweltschutz vernachlässige. Die Umweltsoziologin Patria Gwen M.L. Borcena kritisierte die aktuelle Energieagenda scharf. Zudem stellte der Wissenschaftler Dr. Fabian Dayrit die langfristige Entsorgung von Atommüll sowie die enormen Kosten der Technologie infrage, zumal alternative Energiequellen zur Verfügung stünden. Die Gruppen forderten zudem das Energieministerium (Department of Energy) auf, die Konsultationen zu den Beschaffungsrichtlinien für Kernkraftwerke auszusetzen und stattdessen umfassendere öffentliche Anhörungen durchzuführen. Ein weiterer Streitpunkt ist der Gesetzentwurf House Bill 8567, der Kernenergie in den Stromsektor integrieren soll. Die Organisationen befürchten, dass dieser Entwurf die Förderung erneuerbarer Energien schwächt, während er gleichzeitig Anreize und öffentliche Gelder für die Kernenergie bereitstellt.

In Bataan selbst äußerten Kirchenführer und die Bewegung Nuclear Free Bataan ihre Ablehnung gegen eine Wiederaufnahme des BNPP-Betriebs. Sie verwiesen dabei auf Sicherheitsrisiken, die Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011 sowie auf mutmaßliche Mängel und Korruption während der Bauphase unter der damaligen Präsidentschaft von Ferdinand Marcos Sr.

Die Aktivisten begrüßten die Einführung einer Verordnung in Morong, die das Gebiet zu einer kernenergiefreien Zone erklärt. Sie appellierten an Präsident Ferdinand Marcos Jr. und die zuständigen Behörden, den Fokus stattdessen auf erneuerbare Energien, den Umweltschutz und eine echte Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Energiepolitik zu legen.