Überlebende des Taifuns Tino in Cebu City bauen Häuser trotz fehlender Umsiedlung wieder auf
EditFast ein Jahr nach dem Taifun Tino, der am 4. November 2025 das Barangay Lusaran in Cebu City verwüstete, kehren die Bewohner schrittweise in ihre wiederaufgebauten Häuser zurück. Trotz der sichtbaren Erholung der Gemeinschaft bleibt die Lage angespannt, da die Bewohner weiterhin der Gefahr künftiger Überschwemmungen ausgesetzt sind.
Die Zerstörung durch die Fluten war massiv. Die 46-jährige Janneth Jocotmaya berichtete, dass ihre Familie während der Flut auf das Dach eines Nachbarn flüchten musste. Dabei verlor die Familie zahlreiche Habseligkeiten, darunter Möbel, einen Fernseher und ein Multicab. Nach der Reinigung ihrer Grundstücke von Schlamm und Trümmern lebte die Familie mehrere Monate lang in der Lusaran Elementary School, bevor sie schließlich in ihr eigenes Heim zurückkehren konnte.
Ein zentrales Problem für die Betroffenen ist das Ausbleiben dauerhafter Lösungen durch die Stadtverwaltung von Cebu City. Die Bewohner geben an, dass sie bisher noch keine permanenten Umsiedlungsflächen erhalten haben. Viele sähen einem Umzug nur zu, wenn die Behörden geeignetes Land und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen könnten.
Zudem äußerten die Anwohner Besorgnis über den Hochwasserschutz am Lusaran River. Sie forderten mehr Transparenz über den Status von Schutzprojekten, zuverlässigere Warnungen sowie eine bessere Transportmöglichkeit während Evakuierungen. Die Katastrophe verdeutlichte die Verwundbarkeit von Siedlungen in der Nähe von Flüssen und Hängen bei extremen Regenfällen.
Auch die Bildungseinrichtungen mussten sich regenerieren. Die Lusaran Elementary School erlitt schwere Schäden, wobei 11 der insgesamt 17 Klassenzimmer zerstört wurden. Dank Unterstützung des lokalen Schulrates von Cebu City (Cebu City Local School Board) und privater Organisationen konnten die Reparaturen abgeschlossen werden. Seit Juli 2026 findet dort wieder regulärer Präsenzunterricht statt, wobei für die Schüler teilweise Computerlabore und Beratungsräume als Klassenzimmer genutzt werden müssen.






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