Wirtschaft: Batangas

Philippinische Zollbehörde testet neues digitales System nach Vorbild aus Japan

Die philippinische Zollbehörde (Bureau of Customs, BoC) plant die Einführung eines neuen Zollabwicklungssystems (Customs Processing System, CPS). Als erste Standorte für die Testphase wurden der internationale Flughafen Ninoy Aquino (NAIA) in Manila sowie der Hafen von Batangas ausgewählt.

Sunset at metropolis port city Manila at ocean bay aerial. Sun light at marina with ships, boats
Symbolbild: Envato

Das neue System orientiert sich an dem japanischen Modell NACCS (Nippon Automated Cargo and Port Consolidated System), einer integrierten digitalen Plattform zur Optimierung von Zoll- und Handelsabwicklungen. Zollkommissar Ariel F. Nepomuceno leitete vom 21. bis 23. Oktober eine Delegation nach Japan, um das System vor Ort zu studieren. Ziel der Modernisierung sei es, die Prozesse schneller und effizienter zu gestalten, die Handelsabwicklung zu erleichtern und gleichzeitig die Grenzsicherheit zu stärken.

Während des Aufenthalts in Japan tauschte sich die BoC-Delegation mit verschiedenen Institutionen aus, darunter dem japanischen Zoll- und Tarifamt, dem Zollamt Tokio und dem Zollamt Yokohama. Zudem fanden Gespräche mit dem Regional Intelligence Liaison Office für Asien/Pazifik (RILO A/P) statt, wobei insbesondere der Austausch von Informationen und die koordinierte Bekämpfung von grenzüberschreitendem Schmuggel thematisiert wurden.

Zusätzlich wurden bei Treffen mit der JICA Möglichkeiten für eine fortgesetzte technische Zusammenarbeit und den Aufbau von Kapazitäten im Rahmen der Zollmodernisierung erörtert. Die Behörde prüft derzeit, ob Cebu oder Davao als nächster Standort für die Pilotphase infrage kommt.