Sicherheit: Metro Manila

Metro Manila: Behörden jagen neue Mikro-Betrugszentren

Die philippinischen Behörden konzentrieren ihre Ermittlungen auf drei aktive sogenannte Mikro-Betrugszentren in Metro Manila. Laut Jonvic Remulla, dem Minister für Inneres und Kommunalverwaltung, richten diese Zentren ihre Machenschaften vor allem gegen Senioren aus.

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Symbolbild: Envato

Remulla erklärte am Mittwoch, 21. Oktober 2026, dass sich die Struktur der Betrugsringe verändert hat. Während früher Tausende von Menschen in großen Gebäuden arbeiteten, nutzen die Täter nun eine diskretere Methode, um der Strafverfolgung zu entgehen. Die neuen Mikro-Zentren bestehen aus kleinen Gruppen von etwa 10 bis 20 Personen, die in gemieteten Wohnhäusern operieren.

Die Ermittlungen richten sich gegen Netzwerke, die sowohl aus Filipinos als auch aus Ausländern bestehen. Dabei sollen offenbar auch entlasste Angehörige der Polizei und des Militärs als Handlanger eingesetzt werden. Um diese verdeckten Operationen aufzudecken, setzen die Behörden auf den Austausch von Geheimdienstinformationen, die Überwachung der Breitbandnutzung sowie die Verfolgung verdächtiger Bewegungen.

Diese Maßnahmen erfolgen im Kontext der Anordnung von Präsident Ferdinand Marcos Jr., die Aktivitäten von POGOs sowie andere illegale Geschäfte im Land zu beenden. Remulla betonte zudem, dass die Grenzsicherung aufgrund der langen Küstenlinie des Landes eine komplexe Herausforderung bleibe, insbesondere bei der Kontrolle von sogenannten Hintertüren.

Zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität, die auch in anderen Teilen Südostasiens und Europas auftritt, wird die Zusammenarbeit zwischen der Polizei, lokalen Regierungen und den ASEAN-Mitgliedstaaten intensiviert. Die Regierung plant zudem, die Überwachungstechnologie sowie die Kapazitäten der Küstenwache, der nationalen Polizei und der Einwanderungsbehörde zu modernisieren.