Gesellschaft: Metro Manila

Erreger der Leptospirose in Manila nachgewiesen

In einem Wasserlauf in Manila wurden Bakterien der Gattung Leptospira nachgewiesen, die die Krankheit Leptospirose auslösen können.

DepEd Department of education logo
Quelle: Google

Forscher der University of the Philippines Diliman sowie des Philippine Genome Center entdeckten die Erreger im Estero de Paco, einem Wasserweg in der Hauptstadt. Im Rahmen der Untersuchung entnahmen die Wissenschaftler Dr. Windell Rivera und Ram Julius Marababol Boden- und Wasserproben an fünf verschiedenen Stellen des Wasserlaufs.

Von insgesamt 448 untersuchten Bakterienisolaten identifizierten sie zwei Stämme, die das lipL32-Gen tragen, ein genetischer Marker, der häufig mit krankheitserregenden Leptospira-Bakterien in Verbindung gebracht wird. Die genetische Sequenzierung ergab, dass es sich um Leptospira yasudae handelt, eine Spezies, die sowohl Menschen als auch Tiere infizieren kann.

Die philippinischen Stämme weisen genetische Unterschiede zu zuvor sequenzierten Proben aus Brasilien und Mayotte auf. Es ist das erste Mal, dass Leptospira yasudae aus einer Probe auf den Philippinen genetisch sequenziert wurde. In einer begleitenden Studie, die in der Fachzeitschrift Microbiology Resource Announcements veröffentlicht wurde, berichteten die Forscher zudem über eine Genomsequenz von etwa 4,5 Millionen Basenpaaren, die aus philippinischem Boden gewonnen wurde. Dies ist das zehnte weltweit sequenzierte Genom dieser Spezies.

Die Forscher betonten jedoch, dass die Studie nicht feststellt, wie viele Menschen durch diese spezifischen Stämme infiziert wurden. Ebenso konnte nicht belegt werden, ob diese Bakterien für einen jüngsten Anstieg gemeldeter Leptospirose-Fälle verantwortlich sind. Die Untersuchung wurde durch das Department of Science and Technology (DOST) im Rahmen des Projekts Nr. 9258 unterstützt.