Gesellschaft: Landesweit

DSWD fordert Aufklärung über Zwangsstörungen

Das DSWD hat die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, die Zwangsstörung (Obsessive-Compulsive Disorder, OCD) als ernsthafte psychische Erkrankung anzuerkennen. In einer Mitteilung im Rahmen der Woche der Zwangsstörung (OCD Awareness Week) betonte die Behörde über ihr WiSupport-Programm, dass die Störung nicht als bloße Vorliebe für Sauberkeit, Ordnung oder feste Routinen abgetan werden dürfe.

Female doctor supporting smiling male patient in clinicpaegagz
Symbolbild: Envato

OCD äußert sich laut DSWD durch wiederkehrende, ungewollte Gedanken, Impulse oder Bilder, die erhebliches Leid verursachen können. Betroffene neigen zu repetitiven Verhaltensweisen oder mentalen Handlungen, die sie als zwanghaft empfinden. Dazu gehören beispielsweise übermäßiges Waschen aus Angst vor Kontamination, das wiederholte Überprüfen von Schlössern oder Geräten, das Anordnen von Gegenständen in einer bestimmten Reihenfolge, Zählen oder das stille Wiederholen von Wörtern.

Die Behörde stellte klar, dass das Vorhandensein solcher Verhaltensweisen allein noch keine Diagnose begründet. Eine fachkundige medizinische Person muss die Häufigkeit, Schwere und die Auswirkungen auf die tägliche Funktionsfähigkeit bewerten. Zudem solle OCD nicht als mangelnde Willenskraft oder bloße Gewohnheit missverstanden werden, da die Erkrankung das Arbeitsleben, Beziehungen und den Alltag massiv beeinträchtigen kann. Zur Behandlung werden Psychotherapie, Medikamente oder eine Kombination aus beidem empfohlen. Betroffene werden ermutigt, professionelle Hilfe in Gesundheitseinrichtungen zu suchen. Informationen zu verfügbaren Diensten bietet das Verzeichnis MentalHealthPH unter mentalhealthph.org/directory/ an.