Wirtschaft: Landesweit

ASEAN-Staaten sollen bei Halbleiterindustrie enger kooperieren

Um die Halbleiter- und Elektronikindustrie innerhalb der ASEAN-Region zu stärken, plädiert der philippinische Regierungssekretär Ralph Recto für eine engere Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten. Auf dem ASEAN Semiconductor and Electronics Forum am Montag, bei dem er Präsident Ferdinand Marcos Jr. vertrat, betonte Recto, dass die Region ihre kombinierten Stärken in den Bereichen Fertigung, Technologie, Forschung und qualifizierte Arbeitskräfte nutzen müsse. Ziel sei es, die ASEAN als bedeutendes globales Zentrum für die Halbleiterproduktion und Innovation zu etablieren.

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Symbolbild: Envato

Recto, der zudem den Beirat für die Halbleiter- und Elektronikindustrie (SEIAC) leitet, mahnte an, dass die Länder nicht einzeln um Investitionen im schnell wachsenden globalen Markt konkurrieren sollten. Stattdessen könne eine regionale Kooperation die Attraktivität für internationale Investoren steigern. Ein Unternehmen, das in einem ASEAN-Staat investiert, könnte so auf Zulieferer, Fachkräfte und Forschungseinrichtungen in der gesamten Region zugreifen. Dies könne globalen Firmen mehr Sicherheit bieten, während sie angesichts geopolitischer Spannungen und Lieferkettenprobleme nach zuverlässigen Produktionsstandorten suchen.

Die verstärkte Zusammenarbeit soll laut Recto mehr Fabriken, besser bezahlte Arbeitsplätze und Chancen für philippinische Unternehmen schaffen. Dies unterstütze das Ziel von Präsident Marcos, die heimische Industrie über die reine Montage und Prüfung hinaus zu entwickeln, hin zu Chipdesign, fortschrittlicher Technik und Forschung. Die philippinische Roadmap für die Halbleiter- und Elektronikindustrie strebt bis zum Jahr 2030 jährliche Exporte in Höhe von 110 Milliarden US-Dollar an.

Als konkrete Anlaufstellen für Investoren verwies Recto auf den Luzon Economic Corridor, der unter anderem ein geplantes 1.600 Hektar großes Technologiezentrum in New Clark City umfasst. Dabei hob er die Vorteile der philippinischen Erwerbsbevölkerung hervor, die mit einem Medianalter von 27 Jahren jung, englischsprachig und technikaffin sei. Zudem regte er gemeinsame Initiativen wie grenzüberschreitende Ausbildungsprogramme und Forschungspartnerschaften an, um auch kleinere Unternehmen in globale Wertschöpfungsketten zu integrieren.