Wirtschaft: Metro Manila

Strombedarf auf den Philippinen steigt 2027 wegen El Niño massiv an

Aufgrund eines erwarteten starken El Niño-Phänomens prognostiziert das philippinische Energieministerium (Department of Energy, DOE) für das Jahr 2027 einen deutlichen Anstieg des Strombedarfs. Die Daten des Ministeriums zeigen, dass die Spitzenlast auf der Insel Luzon im Jahr 2027 voraussichtlich durchschnittlich etwa 15.928 MW erreichen wird. Dies stellt einen erheblichen Zuwachs gegenüber den prognostizierten Spitzenlastwerten zwischen 12.842 MW und 15.032 MW dar, die für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2026 erwartet werden.

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Symbolbild: Envato

Auch in den anderen Regionen des Archipels wird mit einem Anstieg der Nachfrage gerechnet. In den Visayas wird die durchschnittliche Spitzenlast für 2027 auf rund 3.904 MW geschätzt, verglichen mit den prognostizierten Werten von 2.558 MW bis 3.000 MW. In Mindanao wird eine durchschnittliche Spitzenlast von etwa 3.209 MW erwartet, was über den Prognosen von 2.593 MW bis 2.975 MW liegt.

Um die Auswirkungen des El Niño zu minimieren, wurden bereits Vorbereitungen getroffen. Mario Marasigan, Unterstaatssekretär im DOE, erklärte am Dienstag während des World Nuclear Supply Chain Forums, dass die Task Force für Energieressilienz (DOE Task Force on Energy Resiliency) bereits aktiviert wurde. Zudem findet eine Abstimmung mit der Task Force El Niño statt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf besonders schutzbedürftigen Sektoren wie Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen, um deren Stromversorgung durch Backup-Systeme sicherzustellen. Zudem wird der Bestand an Dieselgeneratoren geprüft, da insbesondere die Sommermonate als kritisch eingestuft werden.