Philippinischer Peso erreicht Rekordtief gegenüber dem US-Dollar
EditDer philippinische Peso ist am Freitag auf ein neues Rekordtief von 63,615 Pesos pro US-Dollar gefallen. Laut Daten der Bankers Association of the Philippines (BAP) verlor die Lokalwährung gegenüber dem Vortag um 9,5 Centavos an Wert, nachdem sie am Donnerstag noch bei 63,52 Pesos geschlossen hatte.
Als Hauptgründe für die Abwertung werden die anhaltend hohen Rohölpreise sowie geopolitische Unsicherheiten angeführt. Michael L. Ricafort, Chefökonom der Rizal Commercial Banking Corporation (RCBC), wies darauf hin, dass die Ölpreise neue Höchststände seit Anfang Mai 2026 erreicht haben. Zudem belasteten Signale über einen möglichen groß angelegten Angriff der USA auf den Iran, ein Szenario, das im Zusammenhang mit den US-Zwischenwahlen am 3. November 2026 diskutiert wird, die Märkte.
Trotz einer unerwartet hohen Leitzinserhöhung um 50 Basispunkte durch das Monetary Board am vergangenen Donnerstag konnte der Peso nicht stabilisiert werden. Ricafort erklärte dies unter anderem mit Aussagen des Gouverneurs der Zentralbank (Bangko Sentral ng Pilipinas, BSP), Eli M. Remolona Jr. Dieser hatte signalisiert, dass die BSP den Leitzins nicht gezielt anheben werde, um den Peso zu verteidigen. Remolona betonte zwar, dass die Zentralbank am Devisenmarkt interveniere, dies jedoch primär geschehe, um extreme Wechselkursschwankungen zu vermeiden, die inflationär wirken könnten.
Experten sehen den starken US-Dollar als dominierenden Faktor. Jonathan L. Ravelas, Senior Adviser bei Reyes Tacandong & Co., prognostizierte, dass der Peso unter Druck bleiben werde, solange die US-Inflation hoch bleibt und die Konflikte im Nahen Osten anhalten. Er erwartet ein Handelsband für den USD/PHP-Kurs zwischen 63,50 und 63,75.






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