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NBA-Saison 2026/27: Rekordzahl internationaler Spieler im Kader

Die NBA hat für den Auftakt der Saison 2026/27 eine hohe internationale Präsenz angekündigt. Laut einer Bekanntmachung der Liga befinden sich zum Saisonstart 125 internationale Spieler in den Kaderlisten, die aus insgesamt 43 Ländern auf sechs Kontinenten stammen. Damit wird ein Rekord eingestellt, der mit der Anzahl der vertretenen Nationen mit der Marke aus der Saison 2017/18 gleichzieht. Zudem ist dies die sechste aufeinanderfolgende Saison, in der mindestens 120 internationale Akteure vertreten sind, und die 13. Saison in Folge mit mindestens 100 internationalen Spielern.

A basketball player takes a shot during practice in an indoor gymnasium setting.
Quelle: Jose Ricardo Barraza Morachis / Pexels

Besonders stark vertreten sind Spieler aus Europa, die mit insgesamt 70 Akteuren zum zweiten Mal in Folge die zweithöchste Zahl in der Geschichte der Liga erreichen. Frankreich führt diese Gruppe mit 17 Spielern an. Damit ist es das erste Mal seit 13 Saisons, dass ein Land außer Kanada die meisten internationalen Spieler stellt. An der Spitze der französischen Delegation steht der zweifache NBA All-Star und Defensive Player of the Year 2025/26, Victor Wembanyama von den San Antonio Spurs. Zu den weiteren prominenten Europäern zählen der zweimalige MVP und Champion Giannis Antetokounmpo aus Griechenland, der dreifache MVP Nikola Jokić aus Serbien sowie der sechsmalige All-Star Luka Dončić aus Slowenien.

Kanada folgt mit 16 Spielern auf dem zweiten Platz, angeführt von Shai Gilgeous-Alexander (Oklahoma City Thunder), dem amtierenden zweifachen MVP und Champion von 2025. Weitere bedeutende Nationen in den Kaderlisten sind Australien mit neun Spielern, Deutschland mit sieben sowie Nigeria und Serbien mit jeweils sechs Spielern. Ein weiterer Rekord betrifft die Verbindung zum afrikanischen Kontinent: Mehr als 60 Spieler sind entweder dort geboren oder haben mindestens ein Elternteil afrikanischer Herkunft. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem der dreifache All-Star Bam Adebayo, der zweimalige Champion OG Anunoby, der 2022-23 MVP Joel Embiid, der vierfache All-Star Pascal Siakam sowie der 2026 an Position eins gedraftete AJ Dybantsa.

Die globale Bedeutung der Liga zeigt sich auch in der Verteilung der Teams, da alle 30 NBA-Organisationen mindestens einen internationalen Spieler im Kader führen. Die Dallas Mavericks, die Miami Heat und die Washington Wizards weisen mit jeweils sieben internationalen Spielern die höchste Anzahl auf. Zudem zeichnet sich die Saison durch eine starke Leistung internationaler Topstars aus: In den MVP. Dies waren Gilgeous-Alexander, Jokić, Embiid und Antetokounmpo. Auch die Platzierungen in der MVP-Wertung unterstreichen diesen Trend, da in der vergangenen Saison die drei Erstplatzierten, Gilgeous-Alexander, Jokić und Wembanyama, alle international sind.

Die internationale Qualität der Liga zeigt sich auch in der Auswahl der General Managers. In einer Umfrage wurden Victor Wembanyama und Nikola Jokić als die Spieler mit der höchsten Wahrscheinlichkeit gehandelt, den MVP-Titel der Saison 2026/27 zu gewinnen, wobei Wembanyama 77 Prozent und Jokić 10 Prozent der Stimmen erhielt. Zudem wurde Wembanyama mit 93 Prozent der Stimmen als der Spieler gewählt, den General Managers am liebsten verpflichten würden, wenn sie heute ein Franchise neu aufbauen könnten. Insgesamt befinden sich 19 internationale NBA All-Stars in den Kaderlisten. Auch die Verbindung zu den USA bleibt durch Spieler mit internationalen Wurzeln bestehen, wie etwa Jalen Green von den Phoenix Suns, dessen Familie philippinische Wurzeln hat, oder Norman Powell mit jamaikanischen Wurzeln und Karl-Anthony Towns mit Verbindungen zur Dominikanischen Republik.