Wirtschaft: Landesweit

Möglicher Verkauf von Erdgas-Block auf den Philippinen sorgt für Spekulationen

Ein bedeutendes Explorationsunternehmen plant offenbar den Ausstieg aus einem der größten, aber politisch höchst umstrittenen Erdgasvorkommen der Philippinen.

Enthusiastic Volunteers Cleaning in Sunny Urban Parkpaegagz
Symbolbild: Envato

Das betroffene Gebiet liegt in Gewässern, die auch von China beansprucht werden. Seit der philippinischen Regierung im Jahr 2022 sämtliche Bohrungen in diesem Bereich untersagt hat, sind die Aktivitäten dort eingefroren. Das Unternehmen besitzt somit zwar die Rechte an dem Block, kann diese jedoch derzeit nicht nutzen.

Berichten der Daily Tribune zufolge hat ein Bergbauunternehmen, das bereits seit Jahren Rechte an einem Offshore-Gasblock hält, ein Angebot erhalten, das es möglicherweise annehmen wird. Ein potenzieller Käufer für den 30-prozentigen Anteil hat sich bereits gemeldet.

Es wird jedoch vermutet, dass der Käufer zur selben Unternehmensgruppe gehört wie der Verkäufer, was den Verkauf zu einer internen Transaktion machen würde. Ein konkreter Preis steht noch nicht fest, da zunächst eine Bewertung des Anteils erfolgen muss und zudem die Zustimmung der Regierung erforderlich ist.

Der geplante Verkauf wirft Fragen hinsichtlich der Preisgestaltung auf, insbesondere gegenüber Minderheitsaktionären. Während die Bilanz Öl- und Gasvermögen in Höhe von etwa 8,58 Milliarden Pesos ausweist, ist dies weder der Verkaufspreis noch der exakte Wert des Anteils. Ein zu niedriger Preis könnte den Vorwurf der Unterbewertung durch die Unternehmensfamilie nach sich ziehen, während ein zu hoher Preis die Sinnhaftigkeit des Kaufs eines blockierten Feldes infrage stellt.

Das Bergbauunternehmen gab an, dass das Kapital aus dem Verkauf für neue Minenprojekte, den Erwerb neuer Vermögenswerte oder zur Ausschüttung an die Aktionäre verwendet werden könnte.