Sicherheit: Landesweit

Massiver Betrugsschaden: Filipinos verloren jährlich 121,8 Milliarden Pesos durch Scams

Einem aktuellen Bericht zufolge haben philippinische Erwachsene im vergangenen Jahr schätzungsweise 121,8 Milliarden Pesos durch Betrug verloren. Laut dem „State of Scams Philippines 2026 Report“, der von der Global Anti-Scam Alliance (GASA), Gogolook und Mastercard veröffentlicht wurde, beläuft sich der durchschnittliche Verlust pro Opfer auf 10.427 Pesos.

Gavel, Handcuffs and Gun on a Flag Backdrop
Symbolbild: Envato

Die Umfrage unter 1.160 philippinischen Erwachsenen zeigt eine steigende Betrugswelle: 84 Prozent der Befragten waren im Berichtszeitraum mindestens einem Betrugsversuch ausgesetzt, verglichen mit 77 Prozent im Jahr 2025. Im Durchschnitt erlebten die Teilnehmer jährlich etwa 151 Versuche. Als primärer Kontaktweg für Betrüger dienten weiterhin Textnachrichten (69 Prozent), gefolgt von Instant-Messaging-Apps (39 Prozent). Besonders auffällig ist die Entwicklung bei digitalen Geldbörsen (Digital Wallets), deren Nutzung durch Scammer von 34 Prozent im Jahr 2025 auf 73 Prozent im Jahr 2026 anstieg.

Trotz der hohen Betroffenheit melden lediglich 4 Prozent der Opfer solche Vorfälle bei den Behörden. Im Gegensatz zu diesen Schätzungen verzeichneten die offiziellen Strafverfolgungsbehörden in der ersten Hälfte des Jahres 2026 einen Rückgang der gemeldeten Online-Betrugsfälle um 18,4 Prozent, von 5.526 Fällen im Vorjahreszeitraum auf 4.509 Fälle.

Um der Problematik entgegenzuwirken, hat das Justizministerium (Department of Justice, DOJ) über sein Büro für Cyberkriminalität (OOC) eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Telekommunikationsbranche, Regulierungsbehörden und der Kreditkartenindustrie initiiert. Bei einem von der NTC geleiteten Koordinierungstreffen nahmen neben dem DOJ auch die Credit Card Association of the Philippines (CCAP) sowie die Mobilfunkanbieter Globe Telecom, Smart Communications und DITO Telecommunity teil.

Ziel der Kooperation ist es, den Austausch elektronischer Beweismittel und Informationen zu beschleunigen, um Ermittlungen zu Finanzkriminalität im digitalen Raum zu unterstützen. Zudem sollen die Meldewege für Vorfälle vereinfacht, Überweisungsverfahren verbessert und direkte Kommunikationskanäle zwischen privaten Unternehmen und staatlichen Stellen geschaffen werden, um schneller auf Cyberkriminalitätsbeschwerden reagieren zu können.