Massive Cyberangriffe nach Bekanntgabe von PHP-Sicherheitslücken
EditNach der öffentlichen Bekanntgabe kritischer Sicherheitslücken in der weit verbreiteten Programmiersprache PHP kam es zu einer massiven Welle von Exploit-Versuchen. Innerhalb kürzester Zeit stiegen die Angriffe sprunghaft an: Während in den zehn Stunden vor der offiziellen Ankündigung noch tausende Versuche im Netzwerk registriert wurden, kletterte diese Zahl innerhalb von 45 Minuten nach der Meldung auf zehntausende und erreichte nach zwei Stunden bereits Hunderttausende. Mittlerweile seien Millionen von Versuchen zu beobachten.
Die Sicherheitslücken, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz aufgedeckt wurden und bereits seit Jahren in der Software bestanden, haben weltweit weitreichende Folgen. In Europa und anderen Regionen mussten staatliche Websites vorübergehend offline gehen, während Betreiber versuchten, ihre Systeme zu schützen. Auch in Japan reagierten Institutionen mit Notfallmaßnahmen: Die Mitsubishi UFJ Financial Group setzte einige Internetdienste vorübergehend aus, und das Finanzministerium unterbrach ebenfalls Teile seiner Website-Inhalte und Dienste, um Sicherheitsvorkehrungen zu implementieren.
Die Entwickler der PHP-Programmiersprache haben am Mittwoch dringende Korrekturen veröffentlicht und alle Nutzer dazu aufgerufen, diese umgehend zu installieren. Laut CEO Matthew Prince verzeichnet das Cloud-Service-Unternehmen Cloudflare diese massive Welle von Angriffen. In Japan mahnte Premierministerin Sanae Takaichi Website-Betreiber dazu an, die Nutzung von PHP zu prüfen und sich auf die Anwendung der neuen Sicherheitsfixes vorzubereiten.






Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!