Lehrermangel bei Sonderpädagogik auf den Philippinen: Senator fordert schnelles Handeln
EditAuf den Philippinen herrscht ein akuter Mangel an Lehrkräften für Sonderpädagogik (SNED), Entwicklungs-Pädiatern sowie spezialisiertem medizinischem Fachpersonal. Senator Joel Villanueva mahnte in einer jüngsten Senatssitzung, dass die Schließung dieser Lücken eine Priorität bei der Verbesserung des Bildungssystems sein müsse, da die betroffenen Kinder nicht warten könnten.
Als Beispiel für die prekäre Lage nannte Villanueva einen Besuch an der Minuyan Elementary School in San Jose del Monte, Bulacan. Dort würden Berichten zufolge lediglich zwei SNED-Lehrkräfte für 138 Kinder mit besonderem Förderbedarf zuständig sein. Zudem äußerte er Besorgnis über die Schwierigkeiten von Familien, medizinische Diagnosen zu erhalten. Bildungsminister Sonny Angara bestätigte die Problematik und wies darauf hin, dass es teilweise ein Jahr dauern könne, bis ein Kind einen Termin bei einem Entwicklungs-Pädiater erhält.
Villanueva, der zugleich Co-Vorsitzende der zweiten Kongresskommission für Bildung (Edcom2) ist, identifizierte Engpässe bei der Einstellung von Ergotherapeuten und Logopäden sowie Probleme bei der Genehmigung von Stellen in staatlichen Krankenhäusern. Er betonte, dass Ausbildungseinrichtungen ihre Kapazitäten deutlich erhöhen könnten, wenn die Unterstützung entspreche. So bildet das Philippine Children’s Medical Center derzeit jährlich fünf Spezialisten aus, könnte aber 15 aufnehmen. Das National Children’s Hospital bildet acht Fachkräfte aus, wobei eine Steigerung um mindestens zehn möglich wäre, während das Philippine General Hospital von zwei auf zehn Stellen pro Jahr kommen könnte.
Neben der personellen Aufstockung forderte der Senator erschwingliche Entwicklungsdiagnosen und Interventionen, insbesondere für einkommensschwache Familien. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Institutionalisierung eines Programms zur Unterstützung von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen. Villanueva, der Mitverfasser des Senatsgesetzentwurfs Nr. 1822 (National Autism Care, Support and Inclusion Act) ist, betonte, dass Inklusion über bloße Worte hinausgehen und für betroffene Familien spürbar werden müsse.






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