Hunger in den Philippinen: Umfragen widersprechen dem Versprechen von Präsident Marcos
EditJüngste Erhebungen berichten von einer weitreichenden Nahrungsmittelunsicherheit in der Bevölkerung der Philippinen. Trotz des Ziels von Präsident Ferdinand Marcos Jr., Hunger auf den Philippinen vollständig zu beseitigen, zeigt sich eine ernste Lage. Marcos hatte das Ziel, dass kein Filipino mehr hungern müsse, und beschrieb den Zustand ohne Hunger als seinen persönlichen Traum für seine Amtszeit.
Laut aktuellen Umfragen gaben 22,6 Prozent der Haushalte an, in den vorangegangenen drei Monaten mindestens einmal Hunger erlebt zu haben - was mehr als einem von fünf Haushalten entspricht. Dabei berichteten 16,2 Prozent von moderatem Hunger, der gelegentlich auftrat, während 6,4 Prozent unter schwerem Hunger litten, was bedeutet, dass der Mangel an Nahrungsmitteln häufig oder dauerhaft auftrat. Statistisch gesehen bedeutet dies, dass etwa einer von sechzehn Haushalten regelmäßig oder ständig ohne Nahrung auskommen musste.
Die aktuelle Situation stellt eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Amtsantritt des Präsidenten Mitte 2022 dar, als die Quote bei etwa 10 bis 12 Prozent lag. Seitdem ist der Anteil der hungernden Familien auf einen Höchststand von etwa 27 Prozent gestiegen und verharrt nun auf einem Niveau von rund 22 Prozent. Experten bezeichnen dies als eine anhaltende Krise, da die aktuelle Notlage im Gegensatz zum kurzen Anstieg während der Pandemie-Lockdowns im Jahr 2020, als die Quote auf etwa 31 Prozent kletterte, über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt.
Ein wesentlicher Faktor in dieser Entwicklung ist die Verantwortung für die Landwirtschaft, für die der Präsident Marcos selbst bis November 2024 als Landwirtschaftsminister zuständig war. Damit lag insbesondere die Versorgung mit Reis, der für einkommensschwache Familien entscheidenden Grundnahrungsmittel, in seiner direkten Verantwortung. Die Diskrepanz zwischen der politischen Zielsetzung und der statistischen Realität, in der sich die Hungerquote seit Amtsantritt fast verdoppelt hat, stellt die Regierung vor wachsende Herausforderungen. Die aktuelle Hungerperiode gilt als die schlimmste der letzten mindestens drei Jahrzehnte. Solange sich dieser Trend nicht nach unten wendet, bleibt das Versprechen, den Hunger zu besiegen, im krassen Gegensatz zu den Daten, die die tägliche Realität der Filipinos beschreiben.






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