Erbrecht auf den Philippinen: Rechte nicht ehelicher Kinder geklärt
EditIn der philippinischen Rechtsordnung haben nicht eheliche Kinder grundsätzlich einen Anspruch auf das Erbe ihrer Eltern, sofern sie von dem jeweiligen Elternteil anerkannt wurden. Dies geht aus Artikel 176 des Family Code hervor. Ein solcher Anspruch bezieht sich auf das Erbe von Eigentum sowie auf übertragbare Rechte und Verpflichtungen.
Nach den Bestimmungen des Civil Code der Philippinen zählen nicht eheliche Kinder zu den gesetzlichen Erben. Artikel 887 führt sie in der Liste der Pflichtteilsberechtigten auf, wobei unter Punkt 5 auch andere nicht eheliche Kinder gemäß Artikel 287 genannt werden.
Gemäß Artikel 895 des Civil Code beträgt der Pflichtteil für anerkannte natürliche Kinder sowie für Kinder, die durch rechtliche Fiktion anerkannt sind, in der Regel die Hälfte dessen, was ein legitimes Kind erhalten würde. Für Kinder, die weder als natürliche Kinder noch durch rechtliche Fiktion anerkannt sind, liegt der Anteil bei vier Fünfteln des Pflichtteils eines anerkannten natürlichen Kindes.
Die Verteilung dieser Anteile erfolgt aus dem Teil des Nachlasses, der dem Erblasser zur freien Verfügung steht. Dabei muss sichergestellt werden, dass der Pflichtteil der überlebenden Ehegattin vorrangig vollständig gedeckt wird und die Summe der Anteile aller nicht ehelichen Kinder den frei verfügbaren Teil des Erbes nicht überschreitet.






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