Boxverband ABAP fordert technologische Reformen bei der Kampfrichterarbeit
EditMarcus Manalo, der Präsident der Association of Boxing Alliances in the Philippines (ABAP), setzt sich für grundlegende Reformen im Boxsport ein. Im Fokus stehen dabei Verbesserungen bei der Kampfrichterarbeit, die unter anderem den Einsatz von künstlicher Intelligenz, ein Überprüfungssystem für knappe Entscheidungen sowie eine intensivere Ausbildung von Ringrichtern und Punktrichtern umfassen sollen.
Diese Forderungen wurden nach der Niederlage von Carlo Paalam gegen den Japaner Yamaguchi Rui im 54-Kilogramm-Finale der 20. Asienspiele in Nagoya ausgelöst. Manalo betonte jedoch, dass der Schwerpunkt auf der Optimierung des gesamten Bewertungssystems liegen müsse, anstatt einzelne Offizielle zu kritisieren. Er plädiert dafür, diese systemischen Anliegen auf den Kongressen der asiatischen und weltweiten Boxverbände zur Sprache zu bringen.
Ein konkreter Vorschlag sieht den Einsatz moderner Technologie vor: Sensoren an den Boxhandschuhen sowie vier Hochgeschwindigkeitskameras um den Ring herum könnten Daten zur Treffgenauigkeit und zur Anzahl der gelandeten sowie geworfenen Schläge liefern. Zudem regt Manalo an, Teams die Möglichkeit zu geben, knappe Entscheidungen, insbesondere Split-Entscheidungen, über ein formelles Verfahren anzufechten. Selbst wenn die Technik noch nicht voll entwickelt sei, sollten Überprüfungen bei einem 3:2-Urteil möglich sein, wobei sich ein solcher Einspruch etwa auf eine einzelne Runde beschränken könnte.
Neben den Regeländerungen sieht der ABAP-Präsident auch die Vorbereitung des Nationalteams kritisch. Um sich für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu qualifizieren, müsse die internationale Erfahrung der philippinischen Boxer gestärkt werden. Die Athleten sollten regelmäßig gegen hochkarätige Gegner antreten, um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern.






Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!