Gesellschaft: Landesweit

Bischof fordert Resozialisierung und zweite Chancen für Inhaftierte

Anlässlich des „Prison Awareness Sunday“ am Sonntag, den 25. Oktober, hat der Bischof des Militärordinariats der Philippinen, Oscar Jaime Florencio, dazu aufgerufen, inhaftierten Personen, PDL, immer wieder zweite Chancen zu ermöglichen. Er betonte, dass niemand vergessen sei und jeder Mensch die Möglichkeit zur Heilung und Transformation verdiene.

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Symbolbild: Envato

Florencio richtete sich direkt an die Inhaftierten und ermutigte sie mit der Botschaft, dass ihre Vergangenheit nicht über ihre Zukunft entscheide. Er hob hervor, dass sie weiterhin geliebte Kinder Gottes seien, die Würde, Mitgefühl und Vergebung sowie die Chance auf einen Neuanfang verdienten.

Der Bischof bezog sich dabei auf die Lehren von Papst Franziskus aus der Enzyklika „Fratelli Tutti“ (Nr. 266). Darin wird angeführt, dass Bestrafung niemals aus Rache motiviert sein dürfe, sondern die Heilung und die Wiedereingliederung in die Gesellschaft fördern müsse. Dies stelle die Gesellschaft vor die Herausforderung, Korrektureinrichtungen nicht nur als Orte der Gefangenschaft, sondern als Orte der Erneuerung und Hoffnung zu betrachten.

Zudem verwies Florencio auf das Zweite Vatikanische Konzil („Gaudium et Spes“, Nr. 27) sowie auf den Katechismus der Katholischen Kirche (Nr. 1700), um die unantastbare menschliche Würde zu unterstreichen. Er erinnerte die Öffentlichkeit daran, dass die göttliche Barmherzigkeit keine Grenzen kenne und auch hinter Gefängnismauern jeden Menschen erreiche, ungeachtet seiner Fehler oder Umstände.