Politik: Metro Manila

Bangsamoro-Gruppen fordern Friedensabschluss vor Parlamentssitzung

Vor der geplanten ersten Sitzung des erstmals gewählten Bangsamoro-Parlaments am 30. Oktober fordern führende Persönlichkeiten aus der Bangsamoro-Region sowie Vertreter der Zivilgesellschaft einen entscheidenden Schritt im Friedensprozess. Präsident Ferdinand Marcos Jr. soll sich noch vor dem 30. Oktober 2026 mit Al Haj Murad Ebrahim, dem Vorsitzenden der MILF, treffen, um den langwierigen Friedensprozess in Bangsamoro voranzutreiben.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

In einer gemeinsamen Erklärung begrüßten religiöse Führer, Mitglieder der Zivilgesellschaft, traditionelle Anführer, Siedler und indigene Völker Berichte aus dem Präsidentenpalast, wonach ein Treffen zwischen Marcos und Murad geplant sei. Als entscheidende nächste Schritte nannten die Gruppen die Unterzeichnung des sogenannten Exit Agreement sowie den Abschluss des Decommissioning-Prozesses der MILF. Die Gruppierungen betonten, dass Murad als Unterzeichner des Comprehensive Agreement on the Bangsamoro (CAB) aus dem Jahr 2014 die einzige autorisierte Person sei, um das Exit Agreement im Namen der Rebellengruppe zu unterzeichnen und den Abbau der militärischen Strukturen zu leiten.

Die Gruppen sprachen sich für eine „Rainbow Coalition Government“ aus, die unter der Führung von Murad stehen und für alle politischen Parteien, die MNLF, Siedler sowie indigene Völker offen sein sollte. Um das Treffen zu ermöglichen, wandten sich die Gruppen an Antonio Lagdameo Jr., den Sonderbeauftragten des Präsidenten, und baten ihn, die Kommunikationswege zwischen Malacañang und der Bangsamoro-Führung zu öffnen. Dabei verwiesen sie auf das Tripoli-Abkommen von 1976, das unter dem verstorbenen Präsidenten Ferdinand Marcos Sr. geschlossen wurde.

Die Gruppen bezeichneten den Abschluss des Friedensprozesses als einen Meilenstein, der internationale Anerkennung finden würde.