Wetter: Pangasinan

Überschwemmungen in Pangasinan: Über 6.500 Familien durch Tiefdruckgebiet und Monsun betroffen

In der philippinischen Provinz Pangasinan haben anhaltende Regenfälle zu großflächigen Überschwemmungen geführt, von denen nach Angaben von Katastrophenschutzbehörden am Donnerstag, den 6. August 2026, mehr als 6.500 Familien betroffen sind. Auslöser der Wassermassen sind das tropische Tiefdruckgebiet Maymay sowie ein verstärkter Südwestmonsun, die den Pegel der Flüsse ansteigen ließen und Dutzende Dörfer überfluteten.

Flooding in a City After a Heavy Rainwirestock
Symbolbild: Envato

Das PDRRMO gab einen Überblick über die Lage der Wasserwege. Während der Marusay-Fluss in Calasiao und der Cayanga-Fluss in San Fabian über dem Normalniveau lagen, verzeichneten der Sinucalan-Fluss in Sta. Barbara und der Bañaga-Fluss in Bugallon Pegelstände unterhalb des Normalwerts. Insgesamt kam es in mindestens 40 Barangays der Provinz zu Überflutungen.

In Calasiao mahnte Kristine Joy Soriano, Sprecherin des örtlichen Katastrophenschutzteams (DRRM), zur Wachsamkeit. Der Marusay-Fluss lag gegen 11:00 Uhr morgens bereits 6,4 Fuß über dem Normalstand. Soriano rief die Anwohner dazu auf, in ständigem Austausch mit den Dorfbehörden zu bleiben und nicht erst zu handeln, wenn das Wasser bereits weiter steigt.

Besonders schwer getroffen wurde der Barangay Lasip in Calasiao, wo das Wasser bereits kniehoch stand. Trotz der Situation entscheiden sich einige Bewohner gegen eine Evakuierung. Der Anwohner Gerald Mola erklärte beispielsweise, dass er plane, einen provisorischen Steg aus Bambus zu bauen, um mobil zu bleiben, anstatt sein Haus zu verlassen. In Dagupan City, ebenfalls im Barangay Lasip, sicherten Bewohner wie Babylyn Villacorta ihre elektrischen Geräte und persönlichen Gegenstände. Sie begründeten dies mit Erfahrungen aus vergangenen Stürmen, bei denen das Wasser in den Häusern die Höhe der Straßen erreichte.

Die lokalen Behörden identifizierten mehrere Faktoren, die die Überschwemmungen verschärften. Eine Untersuchung in einem betroffenen Barangay ergab, dass Wasser durch ein Leck an einem Fluttor hinter einem Deich in die Siedlung drang. Zudem verwies das Ratsmitglied Mercy Ferrer auf eine unzureichende Entwässerung und erhöhte Straßenniveaus, die dazu führten, dass das Wasser in den Wohngebieten stagniert.

Um ihre Existenzgrundlagen zu sichern, brachten viele Bewohner ihr Vieh in Sicherheit. Florentina Ferrer berichtete, dass sie ihre Schweine auf höher gelegenes Gelände gebracht habe, um Krankheiten durch den Kontakt mit dem Flutwasser zu verhindern.

In Mangaldan beobachten die Einsatzkräfte unter der Leitung von Rodolfo Corla, dem DRRM-Beauftragten, die Barangays entlang des Angalacan-Flusses genau. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Bewässerungssystemen, die bei anhaltenden Regenfällen unter Wasser geraten könnten. Die Behörden halten die Wasserwege unter ständiger Beobachtung, um bei einer Verschlechterung der Lage schnell reagieren zu können.