Sport: Metro Manila

Chezka Centeno weist Vorwürfe der Spielmanipulation nach WM-Niederlage zurück

Die philippinische Billardspielerin Chezka Centeno hat Anschuldigungen über eine mögliche Spielmanipulation entschieden zurückgewiesen. Nachdem sie am Donnerstag, den 6. August, im Finale der WPA Women's World 10-Ball Championship in Rom gegen die Belarussin Margarita Fefilova unterlag, kursierten in philippinischen Kommentarspalten Vorwürfe, sie habe das Match absichtlich verloren. Centeno erklärte auf ihrer Facebook-Seite, dass diese Behauptungen schlichtweg nicht wahr seien. Sie betonte, dass Fehler und schlechte Spieltage eine unvermeidbare Realität des Sports seien, selbst auf dem höchsten internationalen Niveau.

Chezka Centeno personal
Quelle: Google

Mit der Niederlage verpasste die 27-Jährige aus Zamboanga City die Chance auf einen historischen Erfolg. Hätte sie das Finale gewonnen, wäre sie die erste Spielerin der Geschichte, unabhängig vom Geschlecht, gewesen, die drei Weltmeistertitel in der 10-Ball-Disziplin sowie zwei Titel in Folge errungen hätte. Centeno war zuvor in den Jahren 2023 in Österreich und 2025 in Indonesien als Weltmeisterin hervorgegangen. Trotz des enttäuschenden Ausgangs sicherte sie sich für ihre Leistung ein Preisgeld von 33.000 US-Dollar.

Der entscheidende Wendepunkt des Finales ereignete sich im fünften und letzten Satz. Centeno lag bereits mit 0:3 zurück und versuchte, nach einem schwachen Break von Fefilova noch eine Aufholjagd zu starten. Dabei unterlief ihr jedoch ein Fehler beim Versuch, die Fünfer-Kugel zu treffen. Dieser Patzer ermöglichte es der 29-jährigen Fefilova, den entscheidenden Durchgang zu spielen, den Titel zu sichern und das Preisgeld von 55.000 US-Dollar zu gewinnen. Centeno räumte ein, dass ihre eigenen Fehler das Match letztlich gekostet hätten, und würdigte gleichzeitig die starke Leistung ihrer Gegnerin.

Der Weg ins Finale war für die Filipina mit großen Herausforderungen verbunden. Nachdem sie in einer frühen Phase des Turniers durch eine 1:2-Niederlage gegen die Landsfrau Rubilen Amit in die Verliererrunde gerutscht war, musste sie sich zurückkämpfen. Centeno feierte daraufhin sechs Siege in Folge, um sich für das Endspiel zu qualifizieren. Dabei besiegte sie Savannah Easton aus den USA im Achtelfinale, Chihiro Kawahara aus Japan im Viertelfinale und Seoa Seo aus Südkorea im Halbfinale.

Die Landsfrau Rubilen Amit, die bereits 2009 und 2013 Weltmeistertitel in der 10-Ball-Disziplin feiern konnte, schied im Turnierverlauf im Viertelfinale gegen die Japanerin Kawahara aus. Für Centeno war das Turnier zudem eine verpasste Gelegenheit, eine seltene Doppelrolle als Weltmeisterin in zwei Disziplinen einzunehmen, da sie erst wenige Wochen zuvor den Weltmeistertitel in der Acht-Ball-Disziplin in den USA gewonnen hatte. Centeno betonte abschließend, dass sie stolz auf ihre harte Arbeit sei und sich trotz der Niederlage wieder nach vorne orientieren werde.