Wirtschaft: Landesweit

Strategische Zusammenarbeit gefordert für Erfolg im MICE-Sektor

Um den Erfolg im Bereich Meetings, Incentives, MICE zu sichern, ist eine engere Abstimmung zwischen der Regierung und der Industrie erforderlich. Dies betonte Octavio Peralta, der Gründer und ehrenamtliche CEO des Philippine Council of Associations and Association Executives (PCAAE), im Rahmen einer Podiumsdiskussion während der „Goyang Destination Week“ (GDW) 2026 in Goyang, Südkorea. Peralta stellte die These auf, dass das größte Hindernis für den Erfolg des MICE-Sektors in einem Land nicht etwa ein Mangel an Ressourcen sei, sondern die fehlende Abstimmung zwischen staatlichen Stellen und der Privatwirtschaft.

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Symbolbild: Envato

Das Thema der Diskussion lautete „Verbindung von staatlicher Unterstützung und industrieller Zusammenarbeit für den MICE-Erfolg“. Neben Peralta nahmen Peter Lee, der Exekutivdirektor des Goyang Convention and Visitors Bureau (CVB), sowie Gary Grimmer und Thomas Reiser von GainingEdge an dem Panel teil. Die Sitzung wurde von Gary Grimmer moderiert. Im Zentrum der Debatte stand die Frage, wie eine stärkere und strategischere Arbeitsbeziehung zwischen der Regierung und der MICE-Branche aufgebaut werden kann.

Peralta schlug als Lösungsansatz das Modell „ALIGN“ vor, ein fünfstufiges Framework zur strategischen Zusammenarbeit. Zunächst müssten sich Regierung und Industrie auf eine nationale MICE-Agenda einigen (Agree). Diese müsse über die reine Anzahl der Veranstaltungen und Besucher hinausgehen und auch Kriterien wie die angezogenen Investitionen, die unterstützten Unternehmen, geschaffene Arbeitsplätze, den Wissensaustausch und den Nutzen für die lokalen Gemeinschaften umfassen. Zudem müsse der MICE-Sektor mit übergeordneten staatlichen Prioritäten verknüpft werden (Link), da sein Wert weit über den reinen Tourismus hinausgeht. Er berühre essenzielle Bereiche wie Handel, Investitionen, Infrastruktur, Bildung, Innovation, Beschäftigung, Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung. Eine solche Verknüpfung mache es einfacher, Unterstützung über verschiedene Regierungsbehörden hinweg zu generieren.

Ein weiterer Kernpunkt ist die Institutionalisierung des Dialogs zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor (Institutionalize). Anstatt sich auf persönliche Beziehungen oder gelegentliche Treffen zu verlassen, seien regelmäßige Plattformen für Konsultationen, Zusammenarbeit und Problemlösungen notwendig. Dies gelte nicht nur für die Zeit der Bewerbung großer Events oder akuter Krisen, sondern solle kontinuierlich geschehen, um Vertrauen aufzubauen und Herausforderungen proaktiv statt nur reaktiv zu begegnen. Zudem sei die Generierung und Teilung besserer Daten (Generate) essenziell. Die Regierung benötige glaubwürdige Daten über den wirtschaftlichen Beitrag und die breiteren Auswirkungen des Sektors, während die Industrie verlässliche Informationen brauche, um Investitionen und politische Unterstützung zu rechtfertigen. Schließlich solle die Beziehung von reiner Unterstützung hin zu einer strategischen Partnerschaft (Navigate) entwickelt werden. Die Regierung solle nicht nur als Quelle für Gelder, Genehmigungen und Zulassungen gesehen werden, und die Industrie sei nicht bloß ein Empfänger staatlicher Hilfe. Stattdessen sollten beide Seiten ihre jeweiligen Ressourcen, Fachkenntnisse, Netzwerke und Fähigkeiten einbringen, um auf Basis gemeinsamer Ziele und gegenseitiger Rechenschaftspflicht zu agieren.

Das Ziel sei ein reifes Ökosystem, in dem Regierung und Industrie gemeinsam Probleme definieren, Lösungen gestalten und Ergebnisse messen. Der MICE-Sektor solle so zu einem Instrument für die nationale und regionale Entwicklung werden, das über das reine Eventgeschäft hinausgeht und ein nachhaltiges Erbe für Menschen, Unternehmen und Regionen hinterlässt. Der PCAAE, der auch als „Verband der Verbände“ bezeichnet wird, wird seinen 14. jährlichen Gipfel der Verbände (AS14) am 24. November 2026 am Asian Institute of Management abhalten.