Gesellschaft: Landesweit

Schutz vor Ausbeutung: CFO fordert Maßnahmen für philippinische Fischer

Eine Untersuchung von Sallie Yea, außerordentliche Professorin an der Charles Sturt University, hat massive Arbeitsrechtsverletzungen auf ausländischen Schiffen gegenüber philippinischen Fischern aufgedeckt. Die Studie dokumentiert körperliche Misshandlungen, Vertragsmanipulationen, übermäßig lange Arbeitszeiten sowie eine unzureichende Versorgung mit Nahrung und Trinkwasser. Zudem berichteten die Befragten von Isolation auf See und erschwertem Zugang zu Hilfe oder Beschwerdewegen gegen Arbeitgeber.

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Symbolbild: Envato

Besonders alarmierend sind die finanziellen Missstände: Von 64 befragten Fischern gaben 94 Prozent an, dass Löhne nicht oder nur unvollständig ausgezahlt wurden. Lediglich drei Personen konnten ihre ausstehenden Beträge zurückerhalten. Die Untersuchung zeigt zudem, dass betrügerische Rekrutierungspraktiken gezielt arme Gemeinschaften ansprechen, oft Menschen ohne nennenswerte maritime Erfahrung.

Als Reaktion auf diese Missstände hat sich die Commission on Filipinos Overseas (CFO) am Donnerstag dazu verpflichtet, die Bemühungen verschiedener Behörden zu unterstützen, um philippinische Fischer vor Arbeitsausbeutung und Menschenhandel zu schützen. Als Mitglied des Inter-Agency Council Against Trafficking (Inter-Agentur-Rat gegen Menschenhandel) betont die CFO die Notwendigkeit, das öffentliche Bewusstsein, die Aufsicht sowie die Unterstützung für Überlebende zu verstärken.

Um diesen Missständen entgegenzuwirken, arbeitet die CFO mit anderen Regierungsstellen an einer strengeren Kontrolle der Rekrutierung und einer höheren Transparenz bei internationalen Fischereibetrieben. Zu den Empfehlungen gehören die Überprüfung ausländischer Schiffsregister auf bekannte Fälle von Arbeitsrechtsverletzungen, die Rechenschaftspflicht von Lieferketten in der Meeresfrüchteindustrie sowie die Prüfung der Ratifizierung des STCW-F-Übereinkommens zur maritimen Ausbildung.