Gesellschaft: Pampanga

Schutz von Kindern in den Medien: DOLE erläutert neue Richtlinien für Minderjährige unter 15 Jahren

Kinder unter 15 Jahren, die in der Unterhaltungsbranche tätig sind, sollen besser geschützt werden. Das philippinische Arbeitsministerium (Department of Labor and Employment, DOLE) hat daher neue Leitlinien veröffentlicht. In der Arbeitsrichtlinie 12 der Serie 2026, die am 21. Juli herausgegeben wurde, werden Eltern und Erziehungsberechtigte dazu aufgerufen, das Wohlergehen der minderjährigen Teilnehmer bei öffentlichen Unterhaltungs- oder Informationsaktivitäten sicherzustellen.

DOLE Department of Labour and Employment Logo
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Die Maßnahmen dienen dazu, die Rechte der Kinder gemäß den bestehenden Gesetzen und Vorschriften zu wahren. Arbeitsminister Francis Tolentino betonte, dass die Richtlinie auf dem Gesetz RA 9231 basiert, das die schlimmsten Formen der Kinderarbeit bekämpfen und den Schutz arbeitender Kinder verbessern soll. Dieses Gesetz modifiziert zudem den Republic Act No. 7610, den speziellen Schutzgesetz gegen Missbrauch, Ausbeutung und Diskriminierung von Kindern.

Grundsätzlich ist eine Beschäftigung von Kindern unter 15 Jahren untersagt. Es gibt jedoch zwei spezifische Ausnahmen: Wenn das Kind unter der alleinigen Verantwortung der Eltern oder eines gesetzlichen Vertreters arbeitet und ausschließlich Familienmitglieder am Arbeitsplatz beschäftigt sind, oder wenn die Teilnahme des Kindes an der öffentlichen Unterhaltung oder Information als essenziell eingestuft wird.

In diesen Ausnahmefällen muss der Arbeitgeber vor der Beauftragung des Kindes eine Arbeitserlaubnis beim DOLE einholen. Die Definition von öffentlicher Unterhaltung oder Information umfasst künstlerische, literarische und kulturelle Darbietungen, wie Fernsehsendungen, Radioprogramme, Kino, Theater, Werbespots, Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnen sowie Printmedien und Internetinhalte.

Der Anwendungsbereich der Richtlinie erstreckt sich sowohl auf traditionelle Medien wie Fernsehen, Radio, Kino, Theater oder Printmedien als auch auf Online-Medien, einschließlich Streaming-Dienste, soziale Medien, Vlogs, Webserien, digitale Werbung, webbasierte Publikationen und andere aufkommende Medienformate. Die Definition umfasst zudem den Bereich der audiovisuellen Medien gemäß dem Gesetz zur Entwicklung der philippinischen Kreativwirtschaft (RA 11904).

Dieser Bereich deckt sowohl aufgezeichnete als auch Live-Inhalte ab, die über Rundfunkmedien wie Kabel- oder Satellitenfernsehen, digitale Streaming-Plattformen oder in Kinos verbreitet werden. Dazu gehören auch Animationsfilme, Vlogs, Inhalte mit Motion Graphics, 2D- und 3D-Designtechnologien, Animatronics, Musikaufnahmen, Kompositionen, Podcasts sowie audiovisuelles Material, das für Bildungszwecke oder als sogenannte Edutainment-Inhalte entwickelt wurde.

Für die Erstellung von Inhalten ist eine Arbeitserlaubnis erforderlich, sofern die Tätigkeit unter die Bestimmungen der Richtlinie Nr. 2 aus dem Jahr 2018 fällt. Falls ein Kind direkt unter der alleinigen Verantwortung der Eltern oder Erziehungsberechtigten im Bereich der öffentlichen Unterhaltung oder Information arbeitet, gelten die Eltern oder Erziehungsberechtigten als die rechtlich verantwortlichen Parteien gemäß RA 9231 und den dazugehörigen Durchführungsverordnungen.