Politik: Landesweit

Plünderungsprozess gegen Senator Estrada: Ermittler sehen Bauunternehmen als mögliche Geldquelle

Im Rahmen der Ermittlungen gegen den inhaftierten Senator Jinggoy Estrada könnten Bauunternehmen die Quelle für mutmaßlliche Schmiergelder gewesen sein.

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Quelle: PIA

Den Ingenieuren des Department of Public Works and Highways (DPWH) wird vorgeworfen, Schmiergelder aus Projekten zum Hochwasserschutz an Estrada weitergeleitet zu haben. Ein klarer Geldfluss, der für eine sichere Verurteilung ausreichen würde, fehlt jedoch.

Der Agent des National Bureau of Investigation (NBI), Rechtsanwalt Ivan Samson, erklärte am Dienstag vor der fünften Abteilung des Sandiganbayan-Gerichts, dass die Ermittler bisher keine eindeutige Verbindung zwischen den Bauunternehmen und den Ingenieuren des DPWH nachweisen konnten. Die Gesamtheit der Beweise reicht jedoch aus, um die Anklage wegen Plünderung gegen Estrada und die Mitangeklagten zu empfehlen.

Die Verteidigung der Angeklagten, zu denen neben Estrada auch die DPWH-Ingenieure Denryl Cortuna, Manny Bulusan und Arturo Gonzales Jr. gehören, wandte gegen Samsons Zeugenaussage ein, dieser habe keine persönlichen Kenntnisse der Fakten und seine Einschätzungen basierten auf Hörensagen. Das Antikorruptionsgericht wies diesen Einspruch jedoch zurück, da Samson nicht über die Wahrheit der Beweise, sondern über den Ablauf der Ermittlungen aussagte.

Die Kautionsanhörungen werden am 27. Oktober fortgesetzt, wobei der ehemalige DPWH-Sekretär Manuel Bonoan als Zeuge erwartet wird. Weitere Zeugen der Anklage sollen unter anderem der ehemalige Unterstaatssekretär Roberto Bernardo, der ehemalige Regionaldirektor der NCR Gerard Opulencia sowie dessen ehemaliger Fahrer Vergel Niño Garcia sein. Die Anhörungen werden voraussichtlich bis zum 12. November andauern.