Wirtschaft: Metro Manila

Philippinische Börse prüft Einführung eines Index für islamische Finanzprodukte

Die PSE prüft die Entwicklung eines Shari’ah-konformen Index. Ziel ist es, das Angebot an islamischen Finanzprodukten über die bloße Überprüfung börsennotierter Unternehmen hinaus zu erweitern. Wie Roel A. Refran, Chief Operating Officer der PSE, am Donnerstag während einer Podiumsdiskussion auf der ASEAN Capital Markets Forum International Conference in Manila erläuterte, liegt die Herausforderung weniger im Screening selbst als vielmehr in der Festlegung klarer Standards.

A handcuffed person at a table during a business interaction, emphasizing legal issues.
Quelle: MART PRODUCTION / Pexels

Ein solcher Index könnte als Maßstab für Anleger dienen, die nach Investitionen suchen, welche den islamischen Prinzipien entsprechen. Durch die Etablierung eindeutiger Kriterien für die Aufnahme von Unternehmen in den Index soll ein strukturierterer Markt für Shari’ah-konforme Anlagen geschaffen werden. Bisher stützte sich der Auswahlprozess der Börse auf finanzielle und nicht-finanzielle Kriterien der Accounting and Auditing Organization for Islamic Financial Institutions.

Das geplante Rahmenwerk könnte sowohl auf Aktien als auch auf Sukuk, also islamische Anleihen, Anwendung finden. Refran verwies in diesem Zusammenhang auf die Bereiche nachhaltige Finanzierung und Kohlenstoffmärkte als Beispiele, in denen Klassifizierungssysteme helfen, Produkte anhand definierter Kriterien abzugrenzen. Die Entscheidung über die Entwicklung neuer Produkte und Benchmarks orientiere sich dabei maßgeblich an der Nachfrage der Investoren.

Bereits Anfang des Jahres hat die Securities and Exchange Commission (SEC) eine Richtlinie erlassen, die Vorgaben für Sukuk-Produkte in Bezug auf Registrierung, Offenlegung und Berichterstattung festlegt. Zudem ermutigt die Aufsichtsbehörde Unternehmen dazu, verstärkt Shari’ah-konforme Anlageprodukte in Betracht zu ziehen.