Wirtschaft: Landesweit

Philippinische Behörden beschlagnahmen Schmuggelware im Wert von 11,6 Milliarden Pesos

Die philippinische Regierung hat zwischen Februar 2025 und Juli 2026 bei insgesamt 67 Einsätzen geschmuggelte Agrarprodukte im Wert von 11,6 Milliarden Pesos sichergestellt. Wie Regierungssekretär Ralph G. Recto am Donnerstag mitteilte, wurden im Zuge dieser Maßnahmen gegen 218 Personen sowohl administrative als auch strafrechtliche Klagen eingeleitet.

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Quelle: PIA

Diese verstärkten Durchsetzungsmaßnahmen folgen einer Anweisung von Präsident Ferdinand R. Marcos Jr., der den Schmuggel von landwirtschaftlichen Gütern als Sabotage der Wirtschaft einstuft. Laut Recto verfolgt die Regierung eine Doppelstrategie: Einerseits soll die heimische Produktion angesichts des jährlichen Bevölkerungswachstums von 1,5 Millionen Menschen gesteigert werden, andererseits müsse der Schmuggel bekämpft werden, da dieser die lokale Erzeugung entmutige.

Besondere Besorgnis äußerten die Behörden im Hinblick auf die bevorstehende El-Niño-Trockenperiode. Recto warnte davor, dass Wassermangel Schmuggelringe dazu verleiten könnte, den heimischen Markt mit illegalen Produkten zu überschwemmen. Neben der Umgehung von Zöllen stellten die Schmuggler auch ein Risiko für die Lebensmittelsicherheit dar, da sie notwendige Inspektionen umgingen.

Zur Stärkung der Bekämpfung wurde der Anti-Agricultural Economic Sabotage Act (Republic Act No. 12022) im September 2024 verabschiedet, der höhere Geldstrafen und längere Haftstrafen vorsieht. Zudem wurde der Anti-Agricultural Economic Sabotage Council durch 49 zusätzliche Stellen personell aufgestockt. Ein spezialisiertes Team von Staatsanwälten konnte bereits die Verurteilung von sieben Tabakschmugglern erwirken. Die Regierung strebt nun eine dauerhafte, auf Geheimdienstinformationen basierende Kampagne an, statt sich auf vereinzelte Razzien zu verlassen.