Gesellschaft: Landesweit

Philippinen und WHO beraten über internationales Pandemie-Abkommen

Ein internationales Pandemie-Abkommen soll die Vorsorge für künftige gesundheitliche Notlagen stärken. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Regelungen zum Zugang zu Krankheitserregern sowie zur gerechten Aufteilung der daraus resultierenden Vorteile.

Female doctor supporting smiling male patient in clinicpaegagz
Symbolbild: Envato

WHO für den Westpazifik am 19. Oktober kamen Edwin Mercado, der amtierende Sekretär des philippinischen Gesundheitsministeriums (DoH), und WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus zusammen. Ghebreyesus bezeichnete das Treffen als produktiv und verwies auf die Diskussionen über philippinische Investitionen in die Pandemie-Vorsorge. Ein wesentlicher Punkt sei die Finalisierung des Anhangs zum Pandemie-Abkommen bezüglich des Zugangs zu Erregern und der Vorteilsbeteiligung.

Das geplante Abkommen soll einen rechtlich bindenden internationalen Rahmen für die Prävention, Vorbereitung und Reaktion auf Pandemien schaffen. Nach Abschluss der Verhandlungen wird der Entwurf den Ländern zur Unterzeichnung und Ratifizierung vorgelegt.

Neben dem Pandemie-Abkommen thematisierten die Behörden den gerechten Zugang zu medizinischen Vorräten durch regionale Lagerbestände und gemeinsame Beschaffung sowie die Stärkung von Regulierungssystemen. Weitere Schwerpunkte des Austauschs waren die Förderung der allgemeinen Gesundheitsversorgung, die nationale Notfallvorsorge, die Krankheitskontrolle sowie die Erreichung von Kindern ohne Impfschutz. Zudem wurden Programme zur Behandlung von Bluthochdruck, Tabakkonsum und psychischen Erkrankungen sowie die Ausweitung internationaler Gesundheitspartnerschaften besprochen. Das Gesundheitsministerium betonte, dass dieser Dialog das Engagement der Philippinen unterstreiche, ein inklusives und global ausgerichtetes Gesundheitssystem für alle Bürger aufzubauen.