Philexport: Schwacher Peso bietet Chancen für Exporteure, belastet aber Staatsverschuldung
EditDie anhaltende Abwertung des philippinischen Pesos gegenüber dem US-Dollar hat laut der Philippine Exporters Confederation Inc. (PHILEXPORT) sowohl wirtschaftliche Chancen als auch finanzielle Belastungen zur Folge. Während der Wertverlust für bestimmte Sektoren vorteilhaft ist, steigen gleichzeitig die Kosten für die Bedienung der Staatsverschuldung.
Besonders profitieren Exporteure und Unternehmen im Tourismussektor, da ihre Dollar-Einnahmen bei der Umrechnung in mehr Pesos resultieren. Auch Familien, die Geldüberweisungen von OFWs aus dem Ausland erhalten, profitieren von höheren Beträgen in lokaler Währung. Im Agrarsektor könnten ebenfalls Vorteile entstehen, sofern sich Exportmöglichkeiten bieten. Demgegenüber stehen jedoch Landwirte und Lebensmittelproduzenten, die auf importierte Betriebsmittel wie Düngemittel, Treibstoff und Maschinen angewiesen sind und durch den schwächeren Peso mit höheren Kosten konfrontiert werden.
Auch Importeure und Hersteller, die auf ausländische Rohstoffe und Ausrüstungen angewiesen sind, tragen das Risiko steigender Ausgaben, insbesondere wenn ihre Einnahmen primär in Pesos erzielt werden. Für die Regierung bedeutet die Abwertung zudem eine höhere Belastung bei der Rückzahlung von Auslandsschulden, da die Bedienung der auf Dollar lautenden Verpflichtungen mehr Pesos erfordert.
PHILEXPORT mahnte zudem, den Wertverlust des Pesos nicht allein für die Inflation verantwortlich zu machen. Als weitere Einflussfaktoren wurden unter anderem die gestiegenen Kraftstoffpreise genannt, die mit Konflikten im Nahen Osten zusammenhängen. Diese könnten die Transport- und Produktionskosten erhöhen, was letztlich an die Verbraucher weitergegeben werden könnte. Ein schwächerer Peso bleibe für einige Branchen vorteilhaft, solange die Abwertung nicht zu abrupt oder schnell erfolgt, damit Unternehmen Zeit zur Anpassung und zum Kostenmanagement haben.






Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!