Wirtschaft: Landesweit

PHILEXPORT fordert Diversifizierung der philippinischen Exporte

Die Philippine Exporters Confederation Inc. (PHILEXPORT) hat philippinische Exporteure dazu aufgerufen, die Exportbasis des Landes zu verbreitern. Um das Wachstum langfristig zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, müsse man verstärkt in vielversprechende Dienstleistungssektoren investieren und bestehende Handelsabkommen besser nutzen. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund einer starken Abhängigkeit von der Elektronikbranche sowie einer begrenzten Auswahl an Produkten und Märkten.

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Symbolbild: Envato

Trotz dieser Abhängigkeit verzeichneten die Warenexporte der Philippinen im August 2026 mit 9,11 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert, die stärkste monatliche Leistung seit 35 Jahren. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 stiegen die Exporte um 14,8 Prozent auf insgesamt 64,04 Milliarden US-Dollar, was vor allem auf die hohe Nachfrage aus wichtigen Märkten wie den USA zurückzuführen ist. Laut PHILEXPORT liegt das Land damit auf Kurs, die Marke von 100 Milliarden US-Dollar an Exporten in diesem Jahr zu überschreiten.

Als wachstumsstarke Bereiche identifiziert der Verband neben dem etablierten IT- und Business-Process-Management-Sektor auch Chancen in den Bereichen Tourismus, kreative Industrien, professionelle Dienstleistungen sowie in aufstrebenden digitalen Branchen. Um den Exportprozess zu beschleunigen und zu entlasten, fordert PHILEXPORT Reformen bei digitalen Behördengängen, die Modernisierung des Zolls sowie die Einführung elektronischer Handelsdokumente über das National Single Window.

Ein zentraler Punkt ist die Forderung nach einem vernetzten System, bei dem Unternehmen Daten nur einmal einreichen müssen und Behörden diese sicher untereinander teilen, anstatt wiederholt dieselben Dokumente anzufordern. Zudem weist der Verband darauf hin, dass besonders kleine Unternehmen Unterstützung benötigen, da Verzögerungen bei Zahlungen oder Lieferungen ihre Existenz gefährden können. Auch die Einhaltung von Umweltstandards, wie etwa die CO2-Bilanzierung und nachhaltige Beschaffung, wird als zunehmende Voraussetzung für den Zugang zu ausländischen Märkten hervorgehoben.