Politik: Landesweit

Palast verteidigt Ernennung der jungen PCUP-Chefin Zofia Canlas

Die Ernennung der 27-jährigen Zofia Canlas zur Leiterin der Presidential Commission for the Urban Poor (PCUP) hat in den sozialen Medien Diskussionen ausgelöst. Kritiker verwiesen darauf, dass Canlas erst im Jahr 2024 ihr Biologiestudium an der De La Salle University abgeschlossen hat. Zudem wurde ihre Rolle als erste Nominierte der Batang Quiapo-Parteiliste sowie Fotos ihrer Auslandsreisen aus ihrem privaten Umfeld thematisiert, was Fragen zu ihrem Lebensstil aufwarf.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
Quelle: Google

Die PCUP ist für Angelegenheiten rund um Familien in informellen Siedlungen zuständig. Wenn Gerichte Anordnungen treffen, die Siedlungen betreffen, muss die Behörde die betroffenen Gemeinschaften konsultieren und Zertifizierungen ausstellen, um eine geordnete Umsiedlung zu gewährleisten.

Trotz Kritik an ihrem Alter und Hintergrund betonte die Regierung, dass Canlas über die notwendige Hingabe und Erfahrung verfüge, um die Aufgaben der Behörde zu erfüllen. Der philippinische Regierungspalast Malacañang verteidigte am Dienstag die Entscheidung von Präsident Ferdinand Marcos Jr.

Claire Castro, Pressereferentin des Palastes, erklärte in einem Pressebriefing, dass für den Präsidenten vor allem die Fähigkeit entscheidend sei, dem Land zu dienen, ungeachtet des sozialen Status. Sie betonte, dass es für den Präsidenten zweitrangig sei, ob eine Person reich oder arm sei, solange die Fähigkeit vorhanden ist, für das Land zu arbeiten und zu dienen. Hinsichtlich der Anforderungen an das Amt stellte Castro klar, dass für die Verhandlungen mit betroffenen Gemeinschaften keine juristische Ausbildung zwingend erforderlich sei. Während Anwälte für die formale Einreichung und Bearbeitung von Fällen benötigt werden, stünden bei den Verhandlungen mit marginalisierten Gruppen die Einsatzbereitschaft und ein echtes Herz für die Arbeit im Vordergrund. Zudem sei Canlas der Behörde bereits durch ihre vorherige Tätigkeit als Stabschefin der PCUP vertraut.

In Bezug auf die Kritik an ihrem Lebensstil rief Castro die Öffentlichkeit dazu auf, Canlas zunächst die Chance zu geben, sich in ihrer Rolle zu beweisen, bevor eine Bewertung ihrer Leistung erfolgt. Man solle sie erst kritisieren, wenn sie Fehler macht, und ihr angesichts ihrer langjährigen Erfahrung innerhalb der Kommission zunächst eine Gelegenheit zur Bewährung einräumen.