Neuer SSS-Chef setzt auf Kreditexpansion und höhere Renditen
EditDer neu ernannte Präsident und CEO des Social Security System (SSS), Victor Alfonso A. Limlingan, hat seine strategischen Prioritäten für die Sozialversicherungsanstalt bekannt gegeben. Im Fokus seiner Amtsführung stehen die Ausweitung des Kreditangebots sowie die Steigerung der Renditen des Anlageportfolios. Limlingan erklärte, dass höhere Erträge aus den Investitionen direkt dazu beitragen würden, die Leistungen für die Mitglieder zu erhöhen. Ziel sei es, die Gewinne aus den verwalteten Geldern zu maximieren.
Das SSS verzeichnete im ersten Halbjahr Einnahmen aus Investitionen in Höhe von 27,157 Milliarden Pesos. Es wird erwartet, dass dieser Wert bis zum Jahresende auf 71,412 Milliarden Pesos ansteigt. Zudem wird ein gesamtes Nettoeinkommen von über 100 Milliarden Pesos bis zum Ende des Jahres prognostiziert. Die Bilanz der Behörde zeigt ein Wachstum: Die Gesamtvermögenswerte erreichten im ersten Halbjahr 1,35 Billionen Pesos, während der Investitionsreservefonds bei 1,31 Billionen Pesos lag. Die ausgezahlten Leistungen beliefen sich im gleichen Zeitraum auf 173,45 Milliarden Pesos, was einer Steigerung von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Auch die Beitragseinnahmen stiegen um 6,9 Prozent auf 200,32 Milliarden Pesos.
Um den Zugang zu Finanzmitteln zu erleichtern, plant Limlingan, die Kreditvergabe zu vereinfachen. Neben den bestehenden Gehalts-, Pensions-, Katastrophen- und Mikrokrediten sollen die Mitglieder künftig leichter Darlehen erhalten können. Ein weiterer Schwerpunkt ist das „Pension Booster“-Programm, ein freiwilliges Sparmodell. Dieses erzielte im Jahr 2025 eine Rendite von 6,83 Prozent und übertraf damit kurzfristige Staatsanleihen trotz eines schwierigen Zinsumfelds.
Neben der finanziellen Strategie strebt die Leitung auch Prozessverbesserungen an. Um lange Warteschlangen in den SSS-Zweigstellen zu verkürzen, soll verstärkt auf Technologie gesetzt werden, insbesondere bei der Aktualisierung von Mitgliederdaten. Zur Sicherung der Beitragseinnahmen plant das SSS eine engere Zusammenarbeit mit der Securities and Exchange Commission (SEC), um Unternehmen besser zu erfassen. Zudem soll das Department of Information and Communications Technology (DICT) einbezogen werden, um Beschäftigte in der Gig-Economy und virtuelle Assistenten für die Rentenkasse zu gewinnen. Für Selbstständige mit unregelmäßigem Einkommen sollen flexiblere Zahlungsmodelle geprüft werden.






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