Gesellschaft: Metro Manila

Massive Fälschungen bei Behinderten-Ausweisen: Senator Tulfo fordert strengere Maßnahmen

In den Philippinen gibt es massive Probleme mit gefälschten Identitätskarten für Menschen mit Behinderungen (PWD). Senator Raffy Tulfo forderte am Mittwoch während einer DSWD ein strengeres Vorgehen gegen die Verbreitung dieser gefälschten Dokumente.

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Quelle: PIA

Tulfo stützte sich dabei auf Daten des Justizministeriums, wonach von insgesamt acht Millionen ausgestellten PWD-Ausweisen lediglich zwei Millionen als legitim gelten und beim Nationalen Rat für Behinderungsangelegenheiten (NCDA) registriert sind. Das bedeutet, dass schätzungsweise sechs Millionen Ausweise gefälscht sind. Der Senator kritisierte, dass diese Betrugsmasche sowohl den Staat als auch die Mitbürger täusche und insbesondere Menschen mit tatsächlichen Behinderungen benachteilige, die auf den gesetzlichen Rabatt von 20 Prozent angewiesen sind.

Die wirtschaftlichen Folgen des Betrugs sind erheblich. Schätzungen zufolge hat der Missbrauch zu Steuerausfällen in Höhe von 88 Milliarden Pesos für den Staat geführt. Zudem erlitten Unternehmen Verluste in Höhe von 166 Milliarden Pesos, wobei insbesondere die Gastronomie betroffen ist. Tulfo berichtete, dass sein Büro bereits Beschwerden von Restaurantbesitzern erhalten habe, die durch die unberechtigten Rabattforderungen belastet werden.

Besonders besorgniserregend sei der Online-Handel mit den gefälschten Dokumenten. Tulfo gab an, dass sein Team auf Plattformen wie Facebook und Carousell Konten identifiziert habe, die Hilfe beim Erwerb der Ausweise anbieten. Die Preise für die gefälschten Karten und teilweise dazugehörige Dokumentationshefte variieren je nach Paket zwischen 13 und 1.000 Pesos. In diesem Zusammenhang stellte der Senator die Fähigkeit des NCDA infrage, das Problem effektiv zu überwachen und die Zusammenarbeit mit anderen Behörden sowie lokalen Verwaltungseinheiten zu koordinieren.