Wirtschaft: Metro Manila

Konferenz in Manila: Norwegen und Philippinen diskutieren Lösungen für die Kreislaufwirtschaft

Rund 180 Teilnehmer aus Regierung, Wirtschaft, Medien und dem Bereich Nachhaltigkeit kamen zusammen, um über praktische Wege zur Reduzierung von Abfall und zur Förderung zirkulärer Systeme zu beraten. Die Veranstaltung, die von der Königlich Norwegischen Botschaft in Manila gemeinsam mit dem philippinischen Ministerium für Umwelt und DENR, Innovation Norway und dem Philippines Norway Business Council organisiert wurde, sollte Lösungen für die Herausforderungen der Abfallwirtschaft auf den Philippinen finden.

Positive female volunteer with garbage bag cleaning up the forest. Charity and ecology conceptprathanchorruangsak
Symbolbild: Envato

Im Zentrum der Diskussionen standen insbesondere die Bekämpfung der Plastikverschmutzung und die Entwicklung effizienter Recycling-Systeme. Der norwegische Botschafter Kristian Netland betonte in seiner Eröffnung, dass Abfall nicht länger als das Ende eines Produktlebenszyklus betrachtet werden dürfe, sondern als der Beginn eines neuen Prozesses. Er verwies darauf, dass Norwegen über Technologien wie das Flaschen-zu-Flasche-Recycling und Systeme zur Materialrückgewinnung verfüge.

Auch der DENR-Sekretär Juan Miguel T. Cuna rief zu gemeinsamem Handeln auf und hob die dringenden Abfallprobleme des Landes hervor. In den Fachvorträgen wurden verschiedene Ansätze wie Pfandsysteme, Kunststoffrückgewinnung und Ballierungstechnologien vorgestellt. Dabei beteiligten sich norwegische Unternehmen wie ORKEL Holding AS, INFRAMAR, TOMRA, DNV und Hoppsann Technology AS sowie lokale Akteure wie die Metropolitan Manila Development Authority (MMDA) und Philippine Spring Water Resources.

Die Zusammenarbeit zwischen der norwegischen Botschaft und philippinischen Partnern zur Förderung der Kreislaufwirtschaft besteht bereits seit 2023. Diese Kooperation umfasst Workshops, Studienreisen und bilaterale Gespräche, um die Entwicklung der Umweltpolitik und unternehmerisches Handeln im Bereich des Abfallmanagements zu unterstützen. Botschafter Netland unterstrich jedoch, dass Lösungen nicht einfach eins zu eins übertragen werden könnten, sondern den philippinischen Realitäten entsprechen und sowohl ökologisch als auch ökonomisch tragfähig sein müssten, was eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat, Unternehmen, Technologieanbietern und Verbrauchern erfordere.