Gesellschaft: Tarlac

Kirche fordert mehr Dialog zum geplanten Pax-Silica-Industriezentrum

Ein umfassender Dialog und eine gründliche Beratung sind nach Meinung der katholischen Kirche erforderlich, um das geplante Pax-Silica-Industrie- und Technologiezentrum auf den Philippinen zu realisieren. Caritas Philippines, der soziale Arm der katholischen Kirche, kritisierte am 22. September, dass das Projekt zu schnell vorangetrieben werde.

Cultural Parade with children wearing traditional costumes and masks celebrating their heritage
Symbolbild: Envato

Das geplante Pax-Silica-Projekt umfasst eine Fläche von 1.620 Hektar in New Clark City in der Provinz Tarlac und soll Investitionen in den Bereichen Halbleiter, künstliche Intelligenz, kritische Mineralien und fortschrittliche Fertigung anziehen. Die Bases Conversion and Development Authority (BCDA) bewirbt das Vorhaben als bedeutendes Investitionszentrum. Laut Angaben von Beamten könnte das Zentrum täglich etwa 65 bis 90 Millionen Liter Wasser sowie 3 Gigawatt Strom benötigen.

Der Präsident von Caritas Philippines, Bischof Gerardo Alminaza, wies darauf hin, dass es bislang an ausreichenden Studien und Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften fehle. Insbesondere die indigenen Aeta-Gemeinschaften seien nicht ausreichend einbezogen worden. Alminaza forderte transparentere Informationen über die möglichen Auswirkungen des Vorhabens auf Land, Wasser, die Umwelt und die umliegenden Gemeinden.

Die Kirche lehne Technologie oder Arbeitsplätze nicht ab, warne jedoch vor Entwicklungen, die intransparent verlaufen oder die Umwelt und Menschenrechte gefährden. Alminaza betonte, dass die hohen Anforderungen an Wasser und Strom in einem Land mit Wasserknappheit, Energieunsicherheit und Klimavulnerabilität eine ernsthafte öffentliche Prüfung erforderten.