Jugendgruppen verweigern chinesischem Botschafter Schulbesuche
EditVerschiedene Jugendgruppen und Studentenorganisationen auf den Philippinen haben den chinesischen Botschafter Jing Quan kollektiv von Besuchen an ihren Bildungseinrichtungen ausgeschlossen.
Grund für diesen Schritt seien jüngste "drohende Äußerungen" des Diplomaten gegenüber dem Land. Die Organisationen, angeführt von Akabyan Youth und der Student Council Alliance of the Philippines (SCAP), betonten, dass Schulen keine Plattformen sein dürften, um Narrative voranzutreiben, welche die philippinische Souveränität und territoriale Integrität gefährden.
Die Reaktion der Jugendgruppen folgt auf eine Kontroverse um Aussagen des chinesischen Botschafters. Dieser hatte auf die Bezeichnung Chinas als "Unruhestifter" durch Verteidigungsminister Gilbert Teodoro reagiert. Teodoro hatte China in Bezug auf das Westphilippinische Meer als Unruhestifter bezeichnet, nachdem Vizepräsidentin Sara Duterte angemerkt hatte, die Philippinen hätten Probleme in Südostasien verursacht.
Quan hatte daraufhin erklärt, dass man im Falle einer Anwendung von Gewalt leicht siegreich sein würde, man sich jedoch für den Frieden entscheide. Die Gruppen kündigten an, Proteste durchzuführen, sollten sie Quan doch zu ihren Campusgeländen einladen. Zudem riefen sie andere Universitäten dazu auf, sich ihrem Standpunkt anzuschließen, um die akademische Freiheit und die nationale Souveränität zu wahren.
Die politische Debatte hat mittlerweile auch die Gesetzgebung erreicht. Sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus wurden Resolutionen eingereicht, die Präsident Ferdinand Marcos Jr. dazu auffordern, Jing Quan zum "persona non grata" zu erklären. Das Außenministerium sowie Präsident Marcos haben den chinesischen Botschafter bereits zu Anhörungen vorgeladen.






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