Gesellschaft: Cagayan

Gesundheitsrisiko durch unsichtbare Feinstaubbelastung: Experten warnen vor Folgen von Dunst

Seit August hat der Rauch aus Waldbränden in Indonesien die Region beeinflusst und auch auf der Insel Mindanao spürbare Auswirkungen hinterlassen. In Städten wie Davao City, Cagayan de Oro und Zamboanga bildete sich zeitweise ein blasser Dunst, der die Luftqualität in Teilen der Insel auf ein ungesundes Niveau sinken ließ.

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Symbolbild: Envato

Auch wenn der Himmel klar erscheint oder kein Rauchgeruch wahrnehmbar ist, können hohe Konzentrationen von PM2,5-Feinstaub in der Luft vorhanden sein. Der Thoraxchirurg Dr. Aneez D.B. Ahmed warnt in einem Fachartikel der Mindanao Times davor, die Luftqualität allein an der Sichtbarkeit oder dem Geruch von Rauch zu messen. Er betont, dass die Konzentration der Feinstaubpartikel entscheidender für die Gesundheit ist als das bloße Erscheinungsbild des Himmels. Diese Partikel sind so klein, dass sie tief in die Lunge eindringen und sogar in die Blutbahn gelangen können. Dabei kann bereits eine Folge von mehreren Tagen mit schlechter Luftqualität gesundheitliche Auswirkungen haben, die über die Folgen eines einzelnen schlechten Tages hinausgehen.

Eine dauerhafte Belastung kann Entzündungen der Atemwege verursachen, die natürliche Reinigungsfunktion der Lunge beeinträchtigen und bestehende Erkrankungen wie Asthma oder chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) verschlimmern. Während sich gesunde Menschen nach einer kurzen Belastung meist gut erholen, kann eine jahrelange Exposition die Lungenfunktion beschleunigt abbauen. Dies gilt insbesondere für Raucher, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.

Besonders vorsichtig sollten sich junge Kinder im Wachstum, ältere Menschen, Schwangere sowie Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, COPD oder einem geschwächten Immunsystem verhalten. Anzeichen für eine Belastung können ein anhaltender Husten oder Beschwerden im Hals sein, die oft fälschlicherweise als unbedeutend abgetan werden, obwohl sich Entzündungen durch wiederholte Exposition allmählich aufbauen können.

Zum Schutz der Atemwege wird empfohlen, sich regelmäßig über die lokale Luftqualität zu informieren. Bei erhöhten Risikowerten sollten besonders schutzbedürftige Gruppen längere Aufenthalte im Freien vermeiden. In Innenräumen können Luftreiniger mit HEPA-Filtern die Belastung durch PM2,5 senken. Bei notwendigen Aufenthalten im Freien wird das Tragen einer gut sitzenden N95-Maske empfohlen, da herkömmliche OP- oder Stoffmasken einen geringeren Schutz bieten. Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen sollten ihre Medikamente weiterhin konsequent einnehmen und ihr Notfall-Inhalationsgerät griffbereit halten. Bei einer Verschlechterung der Symptome sollte frühzeitig medizinische Hilfe gesucht werden; man sollte nicht warten, bis die Atmung schwerfällt.