Fleischimporteure warnen vor steigender Inflation durch Schutzmaßnahmen
EditDie Einführung zusätzlicher Zölle oder Beschränkungen für Schweinefleischimporte könnte die Lebensmittelinflation unnötig anheizen, die Rohstoffversorgung für lokale Lebensmittelhersteller destabilisieren und die politische Stabilität unter der Exekutivverordnung EO 62 gefährden. Dies befürchtet der Fleischimporteure- und Handelsverband Mita (Meat Importers and Traders Association), der DA aufgefordert hat, die Untersuchung zu vorläufigen Schutzmaßnahmen für Schweinefleischimporte einzustellen.
Laut Mita-Ehrenpräsident Jesus Cham fehle es an Beweisen dafür, dass die Einfuhr ausländischer Produkte der heimischen Schweinezucht tatsächlich schadet. In einem Schreiben an das DA vom 16. Oktober argumentierte Cham, dass die rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen gemäß dem Gesetz RA 8800 nicht erfüllt seien. Um Schutzmaßnahmen zu rechtfertigen, müsse ein plötzlicher und massiver Anstieg der Importe nachgewiesen werden, der unmittelbar zu schweren Schäden in der Branche führt, ein solcher Beleg liege nicht vor.
Die Sorge um die Preisstabilität ist vor dem Hintergrund aktueller Inflationsdaten begründet. Die staatliche Statistikbehörde Philippine Statistics Authority (PSA) meldete für September einen Anstieg der Inflationsrate auf 7,2 Prozent, verglichen mit 1,7 Prozent im Vorjahr. Besonders die Gruppe der Lebensmittel und alkoholfreien Getränke verzeichnete einen deutlichen Preissprung von 4,6 auf 6,7 Prozent und war somit für den Großteil des Anstiegs verantwortlich.
Demgegenüber hält das Landwirtschaftsministerium an der Untersuchung fest. Landwirtschaftsminister Tiu Laurel Jr. teilte in einem Schreiben an die Finanzministerin Ma. Theresa Lazaro mit, dass das DA Anzeichen für eine ernsthafte Schädigung oder eine drohende Gefahr für die heimische Industrie gefunden habe. Die Untersuchung umfasst Importe von frischem, gekühltem und gefrorenem Schweinefleisch sowie Innereien und Fetten aus dem Zeitraum von 2021 bis August 2026. Das Ministerium führt als Indikatoren für eine mögliche Schädigung sinkende Abnahmepreise und Einkommen der Erzeuger, schrumpfende Marktanteile sowie eine zunehmende Abhängigkeit von Importen an. Das DA betonte jedoch, dass die Einleitung der Untersuchung noch keine endgültige Entscheidung über zusätzliche Zölle darstelle, sondern zunächst die kausale Verbindung zwischen den Importen und den wirtschaftlichen Schäden klären müsse.






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