Digital-Bericht 2027: Massive KI-Nutzung auf den Philippinen bei geringer Zahl an Abonnements
EditDer aktuelle „Digital 2027“-Bericht des Medienintelligenz-Unternehmens Meltwater und der Agentur We Are Social zeigt tiefgreifende Veränderungen im digitalen Verhalten auf den Philippinen und weltweit auf. Ein zentraler Befund für die Philippinen ist die extrem hohe Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz (KI): Rund 94,4 % der Internetnutzer im Alter ab 16 Jahren verwenden monatlich KI-Werkzeuge. Trotz dieser weiten Verbreitung ist die Bereitschaft, für diese Dienste zu bezahlen, gering; lediglich 5,5 % der entsprechenden Nutzergruppe schließen monatliche Abonnements für KI-Tools ab.
Innerhalb der aktiven KI-Nutzer auf den Philippinen lassen sich spezifische Anwendungsmuster erkennen. Etwa 71,17 % nutzen die Technologie, um Informationen zu finden, während 37,6 % sie zur Suche nach Ratschlägen bei Problemen einsetzen. Zudem verwenden 32,8 % die Tools für personalisierte Empfehlungen. Ein Teil der Bevölkerung steht der Technologie positiv gegenüber: 27,5 % der Internetnutzer ab 16 Jahren auf den Philippinen sind der Ansicht, dass KI der Gesellschaft insgesamt zugutekommt.
Der Bericht, der über 900 Seiten umfasst und unter anderem Analysen von Simon Kemp enthält, liefert zudem umfassende demografische Daten für die Philippinen. Die Bevölkerung des Landes wird auf 118 Millionen Menschen geschätzt, was einem Zuwachs von 936.000 Personen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Internetnutzung ist mit 95,9 Millionen Menschen (81,3 % der Bevölkerung) hoch. Bei den Mobilfunkverbindungen verzeichnet der Bericht 149 Millionen Anschlüsse, was 126 % der Gesamtbevölkerung entspricht und darauf hindeutet, dass viele Menschen mehr als ein Mobiltelefon besitzen. Bei den Social-Media-Identitäten ist hingegen ein leichter Rückgang um etwa 1,1 Millionen auf 94,7 Millionen zu verzeichnen.
Auf globaler Ebene zeigt der Bericht einen deutlichen Anstieg der Nutzung generativer KI. Etwa 3,24 Milliarden Menschen, das sind 38,9 % der Weltbevölkerung von 8,32 Milliarden, nutzen monatlich generative KI-Werkzeuge, was einem Zuwachs von rund 1,2 Milliarden Nutzern entspricht. Der Bericht weist jedoch darauf hin, dass es bei dieser Zahl zu Doppelzählungen kommen kann, da Nutzer häufig verschiedene Konten für private und berufliche Zwecke verwenden.
Gleichzeitig lässt sich ein Trend weg vom klassischen Webbrowser beobachten. Seit der Einführung von ChatGPT im Jahr 2022 sank der monatliche Webverkehr bei den 10.000 weltweit wichtigsten Domains um mehr als 10 %. Dies entspricht einem Rückgang von fast 50 Milliarden Besuchen pro Monat zwischen dem vierten Quartal 2022 und dem zweiten Quartal 2026. Zudem sank die insgesamt auf diesen Domains verbrachte Zeit über einen Zeitraum von zwei Jahren um 11,2 %, was einem Verlust von mehr als 6,6 Milliarden Stunden pro Monat entspricht. Als Gründe nennt der Bericht neben dem KI-Einsatz auch die zunehmende Nutzung nativer mobiler Apps anstelle von Browsern. Dennoch wurden im zweiten Quartal 2026 weltweit immer noch knapp 3 Billionen Seiten auf den Top-10.000-Domains geladen, was einer Steigerung von über 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Ergänzend liefert der Bericht globale Daten zur Mobilfunknutzung unter Bezugnahme auf GSMA Intelligence und Ericsson. Weltweit gibt es laut Bericht 5,86 Milliarden einzigartige Mobilfunknutzer. Smartphones machen dabei etwa 90 % aller aktiven Mobilfunkgeräte und fast 86 % aller Mobilfunkverbindungen aus. Die Zahl der Social-Media-Identitäten weltweit beläuft sich auf 5,81 Milliarden, was etwa 69,9 % der Weltbevölkerung entspricht, wobei auch hier durch die Trennung von privaten und beruflichen Profilen mit Mehrfachnennungen zu rechnen ist.





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