Gesundheit: Landesweit

Dengue-Ausbruch in Zamboanga City: Bürgermeister fordert verstärkte Maßnahmen

In Zamboanga City hat die Zahl der Dengue-Fälle in diesem Jahr bereits 1.241 erreicht, wobei bislang 12 Todesfälle gemeldet wurden. Aufgrund dieser Entwicklung hat die Stadt die Schwelle für eine Dengue-Epidemie überschritten.

Moskito symbolbild
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Die Leiterin des städtischen Gesundheitsamtes (City Health Office), Dr. Dulce Miravite, gab am Mittwoch bekannt, dass ein Großteil der Infektionen in den Stadtteilen Calarian, Santa Maria, Talong-Talon, Ayala und Putik registriert wurde.

Angesichts der Lage hat Bürgermeister Khymer Adan Olaso während der 31. regulären Sitzung des Stadtrats einen dringenden Appell an die Legislative gerichtet. Er forderte den Rat auf, die Beschaffung zusätzlicher Vernebelungsgeräte für die Barangays zu unterstützen und die Kampagne gegen die durch Mücken übertragene Krankheit zu intensivieren.

Olaso appellierte zudem an die Verantwortlichen der Barangays, verstärkt auf Sanierungsmaßnahmen, die Reinigung der Umwelt und andere präventive Schritte zu setzen. Er rief die Gemeindeverwaltungen dazu auf, in ihren ergänzenden Haushalten gezielt Mittel für Ausrüstung zur Dengue-Kontrolle bereitzustellen, um sowohl die Prävention als auch die Reaktion auf die Ausbrüche zu stärken.

Der Vorstoß des Bürgermeisters löste innerhalb des Stadtrats unterschiedliche Reaktionen aus. Der ehemalige Abgeordnete des ersten Distrikts, Cesar Jimenez, kritisierte das Vorgehen und vertrat die Ansicht, dass die Exekutive und die Legislative unabhängig voneinander agieren sollten. Demgegenüber verteidigte der ehemalige Stadtrat Vincent Paul Elago das Handeln des Bürgermeisters. Er bezeichnete die Situation als alarmierend und betonte, dass eine enge Zusammenarbeit beider Zweige zur Bewältigung des Problems notwendig sei. Elago sah in dem Auftritt lediglich einen Appell zur Unterstützung angesichts steigender Fallzahlen und keinen Übergriff auf die Funktionen der Exekutive.

Auch der Stadtrat unter dem Vorsitz von Gian Enriquez sah keinen Verstoß gegen die Gewaltenteilung. Enriquez erklärte, er habe die Geschäftsordnung der Sitzung vorübergehend ausgesetzt, um dem Bürgermeister die Möglichkeit zu geben, seinen dringenden Appell an den Rat zu richten. Das Ratsmitglied Elbert Atilano schloss sich der Besorgnis über die Dengue-Fälle an und unterstützte die Zusammenarbeit. Die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Isabelle Climaco bestätigte zudem, dass der Bürgermeister sie persönlich aufgesucht habe.