Wirtschaft: Landesweit

Davao Light nutzt Einnahmen aus Stromdiebstahl zur Senkung der Stromtarife

Die Davao Light and Power Company (DLPC) verwendet die Beträge, die sie durch die Bekämpfung von illegalen Stromanschlüssen und Diebstahl einnimmt, um die Stromtarife für die rechtmäßigen Kunden zu senken. Dies erklärte der Präsident und COO von DLPC, Henrizar Tia, während einer Sitzung des Stadtrats am 5. August.

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Quelle: PIA

Tia stellte klar, dass das Unternehmen die durch Systemverluste, also durch unbefugte Nutzung oder illegale Abzapfungen, generierten Einnahmen nicht für sich behält. Stattdessen werden diese Gelder an die zuständigen Stellen abgeführt und fließen letztlich den Verbrauchern in Form von reduzierten Tarifen wieder entgegen. Um dies zu verdeutlichen, nannte Tia ein hypothetisches Beispiel: Ein Betrag von 200.000 Pesos aus Nachforderungen würde nicht beim Unternehmen verbleiben, sondern sich in niedrigeren Tarifen widerspiegeln.

Die Debatte im Stadtrat wurde durch das Ratsmitglied Arnulfo Cabling angestoßen. Er forderte DLPC auf, offenzulegen, wie hoch die Abrechnungen für Systemverluste in Davao City ausfallen und wie viel Geld durch die Verfolgung illegaler Anschlüsse zurückgewonnen wurde. Cabling regte an, dass alle Überschüsse aus der Bekämpfung von Stromdiebstahl den zahlenden Kunden zugutekommen müssen. Er verlangte zudem einen formellen Bericht sowie historische Daten zu diesem Thema, womit Tia einverstanden war.

Bei der Feststellung von Stromdiebstahl folgt das Unternehmen einem rechtlichen Verfahren, das die Anwesenheit von Polizeibeamten erfordert. In entlegenen Gebieten ohne Polizeipräsenz können laut Tia auch lokale Beamte der Barangays hinzugezogen werden, um die Maßnahmen ordnungsgemäß durchzuführen.

Im Rahmen der Sitzung befragte auch Louie John Bonguyan, Vorsitzender des Energierausschusses, nach der Obergrenze für Systemverluste, die von der Energy Regulatory Commission (ERC) festgelegt wurde. Tia erläuterte, dass die ERC diese Grenze über die Jahre schrittweise gesenkt hat, da Systemverluste eine technische Eigenschaft der Stromverteilung sind. Für private Versorgungsunternehmen wie DLPC liegt die aktuelle Grenze bei 5,5 Prozent. Elektrische Genossenschaften dürfen je nach Klassifizierung höhere Werte, teilweise über 10 Prozent, ausweisen. Die Verluste von DLPC lagen in den letzten 12 Monaten leicht über 5 Prozent, blieben jedoch unter der zulässigen Grenze von 5,5 Prozent.

Systemverluste werden grundsätzlich in zwei Kategorien unterteilt: technische Verluste, die unvermeidbar sind, wenn Strom von der Erzeugung zur Verteilung übertragen wird, und nicht-technische Verluste, die durch illegale Anschlüsse, Überbrückungen oder Diebstahl entstehen.