Davao-Region koppelt Mais- und Viehprogramme zur Sicherung der Tierfutterproduktion
EditUm die lokale Produktion von Tierfutter zu stärken und saisonale Engpässe abzufedern, führt das Landwirtschaftsministerium in der Region Davao (DA-Davao) seine Programme für Maisanbau und Viehhaltung zusammen. Ziel der Initiative ist es, die Abhängigkeit von importierten Futtermitteln zu verringern und die Landwirte auf bevorstehende Trockenperioden vorzubereiten. Durch die Verknüpfung der Programme soll die Koordination zwischen Mais- und Viehwirtschaft verbessert und eine zuverlässigere lokale Futterquelle erschlossen werden.
Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund einer prognostizierten starken El-Niño-Phase, die das Wachstum von Weideflächen einschränken und die Futterversorgung verknappen könnte. Langanhaltende Trockenperioden führen dazu, dass Gras und andere Weidepflanzen langsamer wachsen, was die Futterversorgung einschränkt und potenziell das Wachstum, die Fortpflanzung sowie die Milchproduktion der Tiere und damit das Einkommen der Landwirte beeinträchtigt. Die Provinzregierung von Davao Oriental rechnet bereits ab November 2026 mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen, gefolgt von einer ausgeprägten Trockenzeit in den Monaten Februar und März 2027. Als Teil der Maßnahmen zur Ernährungssicherung bereiten das dortige Landwirtschaftsamt und das DA-Davao Futter, Saatgut und Düngemittel vor und melden Viehzüchter beim Programm der Philippine Crop Insurance Corp. an.
Als Teil dieser Vorbereitungen fand in dieser Woche eine dreitägige Schulung und ein Benchmarking-Programm statt. Im Rahmen der sogenannten Corn-Livestock Feed Development Training-Veranstaltung besuchten Teilnehmer unter anderem das Mindanao Baptist Rural Life Center (MBRLC) Foundation Inc. in Bansalan, Davao del Sur. Die Schulung, die am Freitag, den 23. Oktober, offiziell kommuniziert wurde, beinhaltete unter anderem eine Feldexkursion am Mittwoch, den 21. Oktober. Die Schulung richtete sich an verschiedene Gruppen, darunter Milchbauern, Silageproduzenten sowie Landwirte, die im Rahmen des Livestock Economic Enterprise Development (LEED)-Programms Nutztiere erhalten haben, sowie Mitglieder von Mais-Clustern.
Während der Sitzungen erläuterte das DA-Davao den Plan zur Entwicklung von Geflügel- und Viehbeständen (Livestock and Poultry Development Plan). Dieser Plan soll den Landwirten helfen, die Futterkosten zu senken, die Abhängigkeit von importierten Futtermittelkomponenten zu verringern und ihre Praktiken an den nationalen Rahmen für Tierernährung anzupassen. Die steigende Anzahl an Rindern, Ziegen und anderen Wiederkäuern, die durch staatliche Verteilungsprogramme in der Region zugenommen hat, erhöht den Bedarf an einer stabilen Versorgung mit nährstoffreichem Futter. Die Teilnehmer besichtigten im Rahmen der Schulung zudem die Futtermühle sowie die Ziegen- und Rinderfarmen des MBRLC.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Viehwirtschaft wird durch massive Investitionen unterstrichen. So wurde im Juni ein integriertes Viehbetriebs-Projekt in Magsaysay, Davao del Sur, im Wert von 148,1 Millionen Pesos genehmigt, das im Rahmen des Philippine Rural Development Project steht. Davon sollen 1.330 Ziegen-, Schweine- und Rinderhalter sowie Fleischhändler profitieren. Das DA-Davao hat in diesem Jahr bereits verschiedene Hilfen geleistet, darunter die Übergabe von Vieh und Geflügel im Wert von 16 Millionen Pesos an von Überschwemmungen betroffene Landwirte in Tagum City im Mai sowie ein 4,5 Millionen Pesos schweres LEED-Rinderprojekt für die Gemeinde Lupon in Davao Oriental. Insgesamt hatte das DA-Davao bis zum dritten Quartal 2025 bereits über 280 Millionen Pesos für verschiedene Viehprogramme bereitgestellt, wovon 109 Millionen Pesos auf das LEED-Programm entfielen. Zudem prüft die Behörde derzeit Vorschläge von Tierärzten und Branchenführern zur Steigerung der Produktion.
Gleichzeitig steht die lokale Produktion unter Druck durch Importe. Ralph Abella, Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses im Stadtrat von Davao City, wies im Rahmen eines Medienforums am 6. Oktober darauf hin, dass Importe etwa 80 Prozent des Marktes ausmachen und die Preise für lokales Fleisch, insbesondere Schweinefleisch, beeinflussen. Er plädierte dafür, lokale Landwirte durch den Kauf regionaler Produkte zu unterstützen und schlug vor, frisches lokales Fleisch in den Märkten strikt von gefrorenen Importwaren zu trennen, um die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Erzeugnisse zu erhöhen. Er rief die Verbraucher zudem dazu auf, bevorzugt lokale Produkte, nicht nur Fleisch, sondern auch Gemüse, zu kaufen.





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