Gesellschaft: Landesweit

Burnout und Arbeitsbelastung belasten philippinische Erwerbstätige

Viele Arbeitskräfte auf den Philippinen kämpfen mit verborgenen Herausforderungen am Arbeitsplatz, die ihre Gesundheit und Produktivität beeinträchtigen können. Obwohl die philippinische Belegschaft nach außen hin oft positiv erscheint, offenbart ein genauerer Blick sogenannte „stille Kämpfe“. Besonders besorgniserregend ist, dass 38 Prozent der Befragten angaben, unter chronischem Burnout zu leiden.

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Symbolbild: Envato

Ein wesentlicher Faktor für diese Unzufriedenheit ist der Stress durch die Arbeitsbelastung, wobei nur 57 Prozent der Beschäftigten angaben, mit ihrem aktuellen Arbeitspensum zufrieden zu sein. Zudem betonten 42 Prozent der Befragten, dass eine bessere Work-Life-Balance ihre Arbeitszufriedenheit steigern würde. Dieser Wunsch steht in der Umfrage an zweiter Stelle, direkt nach dem Wunsch nach einer höheren Vergütung. Laut dem „Workplace Happiness Index: Philippines 2025“ von Jobstreet by SEEK fühlen sich etwa 25 Prozent der Beschäftigten mit ihrer Arbeit neutral oder unzufrieden.

Obwohl diese Probleme oft nicht offen kommuniziert werden und Betroffene zögern, ihre Bedenken zu äußern, können sie schwerwiegende Folgen haben. Dies beeinträchtigt letztlich das Engagement und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Der Bericht warnt davor, dass solche „stillen Kämpfe“ nicht zwangsläufig sofort zu Kündigungen führen müssen, aber häufiger Fehlzeiten, psychische Probleme, Motivationsverlust und anhaltende Erschöpfung zur Folge haben, während die Mitarbeiter ihre Aufgaben weiterhin versuchen zu erfüllen.

Dannah Majarocon, die Geschäftsführerin von Jobstreet by SEEK auf den Philippinen, erklärte, dass der Bericht als Stimme für philippinische Talente diene, die am Arbeitsplatz mit diesen Problemen konfrontiert sind. Sie betonte, dass Arbeitgeber durch einen mitfühlenden und menschenzentrierten Ansatz die Arbeitsmoral und die Mitarbeiterbindung stärken können. Ein solcher Ansatz fördere nicht nur die Kandidaten, sondern auch den langfristigen Erfolg der Organisationen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, empfiehlt der Bericht den Arbeitgebern, über die reine Rekrutierung hinaus auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu achten.

Zu den Maßnahmen gehören die Kommunikation klarer Erwartungen, Mentoring, Aufstiegsmöglichkeiten sowie die Schaffung von Karrierepfaden, die Stabilität und Sicherheit bieten. Zudem sollte eine Unternehmenskultur etabliert werden, die mentale Gesundheit und offene Kommunikation durch regelmäßige Gespräche fördert. Auch Anerkennungssysteme für individuelle Beiträge und Teambuilding-Maßnahmen können helfen, Isolation und Burnout entgegenzuwirken und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu stärken.